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Bebra-Bach bleibt Baustelle: Renaturierung wird noch bis Sommer dauern

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Von: Clemens Herwig

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Derzeit ist kaum ein Durchkommen an der Baustelle am Bebra-Bach. Der Überweg für den Autoverkehr ist zwar fertig, die Renaturierung des Gewässers aber noch lange nicht abgeschlossen.
Derzeit ist kaum ein Durchkommen an der Baustelle am Bebra-Bach. Der Überweg für den Autoverkehr ist zwar fertig, die Renaturierung des Gewässers aber noch lange nicht abgeschlossen. © Clemens Herwig

Eigentlich sollte der Bebra-Bach unweit des Alten Rathauses grüner und schöner werden. Seit Herbst 2020 ist rund um das Gewässer jedoch Baustelle und auch für Fußgänger kaum ein Durchkommen.

Bebra - Ins Stocken gebracht hatte die Arbeiten zunächst eine Prüfung der alten Brücke der Lindenallee, die über der Baustelle verläuft. Doch die damit verbundenen Bedenken der Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil sind seit bald einem halben Jahr ausgeräumt. „Der Ball liegt eindeutig bei uns“, sagt daher auch Bebras Bauamtsleiter Patrick Schuster.

Hessen Mobil hatte an der Lindenallee-Brücke Schäden festgestellt und eine Ampel eingerichtet, um das Bauwerk zu entlasten. Die Tragfähigkeit sei nicht beeinträchtigt, hieß es. Dennoch sollte die Stadt einen von einem Statiker geprüften Tragfähigkeitsnachweis erbringen, weil für die Renaturierung des Baches direkt am Fuß des Bauwerks gearbeitet wird. Die Baustelle erstreckt sich von der Bahnunterführung am Gewässer entlang und unter der Lindenallee hindurch bis zur Straße Am Steg. Der Forderung ist die Stadt längst nachgekommen, bereits Mitte August gab Hessen Mobil wieder grünes Licht.

Voraussichtlich im Februar sollen die Arbeiten nun fortgesetzt werden

Dass es seitdem trotzdem nicht weitergeht, liegt laut Schuster auch daran, dass die zuständige Baufirma in der Zwangspause für die Bebra-Bach-Baustelle verständlicherweise weitere Aufträge angenommen habe. Voraussichtlich im Februar sollen die Arbeiten nun fortgesetzt werden – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit.

Bis das neue Gewand des Gewässers fertig ist, werden dann noch gut drei Monaten vergehen. Das liege auch daran, dass die Renaturierung im fließenden Bachlauf erfolgen soll, sagt Schuster – das Wasser muss entsprechend an den Arbeiten vorbeigeleitet und unter Kontrolle gehalten werden. Wird die Baustelle im Sommer geräumt, wäre das gut eineinhalb Jahre später als ursprünglich geplant.

Die Renaturierung sollte ursprünglich 85 000 Euro kosten, für die weiteren Arbeiten rund um das Gewässer waren 290 000 Euro veranschlagt. Bauamtsleiter Schuster rechnet mit Mehrkosten, allein, weil die Baustelle nach der langen Pause neu eingerichtet werden muss.

Bereits fertig ist der Überweg über die Bebra für den Autoverkehr

Neben den Arbeiten im Bachbett, aus dem der Beton verschwindet, sollen die steile Wand in Richtung Innenstadt zu einer Böschung abgeflacht und der dort verlaufende Weg für Fußgänger und Radfahrer ausgebaut werden. Unter der Lindenallee wird die Verbindung zum August-Wilhelm-Mende-Park so weit abgesenkt, dass Fahrradfahrer nicht mehr befürchten müssen, sich an der Brücke den Kopf zu stoßen. Auf der gegenüberliegenden Bachseite soll es eine Sandsteinmauer und ein neues Geländer geben. Der Bereich Am Steg soll begrünt werden und auch einige Parkflächen bieten.

Bereits fertig ist der Überweg über die Bebra für den Autoverkehr, der nun auch von Fußgängern genutzt werden soll, weil es auf der Anliegerstraße keinen Durchgangsverkehr gebe. Die schmalere Brücke für Fußgänger und Radfahrer wird damit nach der Renaturierung entfallen. (Clemens Herwig)

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