Nach Rüge von Stadtverordnetenvorsteher

"Jetzt wird zurückgeschossen": Bebras Bürgermeister Hassl entschuldigt sich für Wortwahl

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Bebras Bürgermeister Uwe Hassl.

Zwischen den Nachbarstädten Bebra und Rotenburg ging es zuletzt hoch her. Nun gibt es eine Entschuldigung.

Noch bevor die Bebraer Stadtverordnetensitzung am Donnerstagabend richtig begann, wollte Stadtverordnetenvorsteher Herbert Börner (CDU) etwas loswerden: Er habe sich für seinen Bürgermeister und dessen Äußerung „sehr geschämt“ und verurteile die Wortwahl „aufs Schärfste“.

Herbert Börner (CDU), Stadtverordnetenvorsteher

Uwe Hassl hatte im Streit um den möglichen Verlauf der geplanten Bahnstrecke Fulda-Gerstungen (über Rotenburger Gebiet nach Bebra) nach dem Widerstand aus der Nachbarstadt auf Facebook verkündet, es werde nun „zurückgeschossen“. 

Deswegen ist die Formulierung problematisch 

Die Formulierung stamme aus einer Zeit, „auf die wir nicht stolz sein sollten und können“, so Börner. Adolf Hitler hatte den Begriff benutzt, als er den Überfall Deutschlands auf Polen im September 1939 rechtfertigte. Für seine Rüge bekam der Vorsteher fraktionsübergreifenden Applaus.

„Die historische Bedeutung war mir so nicht bewusst“, sagte Hassl im Parlament und entschuldigte sich für den Ausdruck. Er habe sich über die aus seiner Sicht unnötige Blockade der Rotenburger Nachbarn geärgert. 

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