10-Punkte-für-Bebra-Programm

Grünen-Ortsverband in Bebra gegründet: Ziel ist das Parlament

Wollen im Stadtparlament für Vielfalt sorgen: Bebras neue Grüne mit Sprecherin Tatjana Wandel – die Solzerin ist für den nötigen Corona-Abstand in der ersten Reihe in die Hocke gegangen – und Sprecher Wolf-Dietrich von Verschuer (ebenfalls aus Solz), Willi-Andreas Tontsch aus der Kernstadt und Beisitzerin Andrea Stockmayer aus Imshausen.
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Wollen im Stadtparlament für Vielfalt sorgen: Bebras neue Grüne mit Sprecherin Tatjana Wandel – die Solzerin ist für den nötigen Corona-Abstand in der ersten Reihe in die Hocke gegangen – und Sprecher Wolf-Dietrich von Verschuer (ebenfalls aus Solz), Willi-Andreas Tontsch aus der Kernstadt und Beisitzerin Andrea Stockmayer aus Imshausen.

Im Bebraer Parlament dominieren die politischen Farben rot und schwarz. Der Grünen-Ortsverband will nun für mehr als nur einen weiteren Farbklecks sorgen.

Das erklärte Ziel des neu gegründeten Ortsverbands von Bündnis 90/Die Grünen: Bei der kommenden Kommunalwahl im März 2021 punkten. Für die Biberstadt wäre das eine Premiere. „Wir wollen da rein“, sagt Sprecher Wolf-Dietrich von Verschuer vor dem Rathaus, in dessen Saal zu Nicht-Corona-Zeiten die Parlamentssitzungen stattfinden.

Dafür hat der Ortsverband ein „10 Punkte für Bebra“-Programm auf die Beine gestellt. Die Schwerpunkte liegen auf der Mobilitätswende (Fahrradwege und verkehrsberuhigte Zonen), der Klimawende (eine grünere Stadt und biologische Vielfalt) und der Kulturpolitik (Offensive für Vereine und Institutionen). Gibt es also bereits Schnittmengen mit Bebras SPD? „Wir leben in einer Kleinstadt, da gibt es mit allen Parteien Schnittmengen“, sagt von Verschuer. Man wolle nicht streiten, sondern dazu beitragen, Bebra voranzubringen. „Wir sehen uns als Verstärker für diese Themen“, ergänzt Sprecherin Tatjana Wandel.

Keine schlechten Vorzeichen

Gegründet wurde der Verein an einem Freitag den 13. im März, denkbar knapp vor dem Corona-Lockdown. Von schlechten Vorzeichen will man beim neuen Ortsverband aber nichts wissen: „Für die Gründung brauchten wir sieben Mitglieder und die waren schnell voll“, sagt Wolf-Dietrich von Verschuer. Derzeit hat der Ortsverband zwölf Mitglieder.

Auslöser auch Debatte um Steinbruch

Bereits 2014 hatte es vom Kreisverband den Versuch gegeben, für die Kommunalwahl zwei Jahre später eine Bebraer Grünen-Gruppe ins Leben zu rufen – ohne Erfolg. Auslöser für den erneuten Anlauf ist auch die Debatte rund um die Kalksteinbrucherweiterung bei Gilfershausen, sagen Bebras neue Grüne. „Das Thema interessiert alle, die den Ortsverband mitgegründet haben“, sagt Tatjana Wandel. Eine Bürgerversammlung sei dringend notwendig. „Infrastrukturmaßnahmen dieser Größenordnung sollten mit Transparenz und Beteiligung der Bürger durchgeführt werden“, sagt Beisitzerin Andrea Stockmayer. Das sei auch über die Steinbruchproblematik hinaus das Politikverständnis und die Basis des Handelns der Grünen Bebras.

Kontakt per Mail: info@gruene-hersfeld-rotenburg.de

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