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Bebra erhält 130 000 Euro Förderung für Radwegeausbau

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Von: Daniel Göbel

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Für den Ausbau der Radwege nach Solz und Iba hat die Stadt Bebra nun eine Förderzusage über 130 000 Euro vom hessischen Wirtschaftsministerium erhalten. symbol
Für den Ausbau der Radwege nach Solz und Iba hat die Stadt Bebra nun eine Förderzusage über 130 000 Euro vom hessischen Wirtschaftsministerium erhalten. symbol © Symbolfoto: Uli Deck/dpa

Die Stadt Bebra erhält für den Ausbau des Radwegenetzes und den Aufbau von Fahrradboxen eine Förderung in Höhe von 130 000 Euro des Landes Hessen.

Bebra – Über die Förderzusage informierte das hessische Wirtschaftsministerium in Wiesbaden. Der erste Radweg soll zwischen den Ortsteilen Weiterode und Iba gebaut werden.

Der zweite wird künftig von der Kernstadt Bebra über Gilfershausen nach Solz führen. Beide Radwege bieten eine Alternative zur Fahrt auf der Kreis- beziehungsweise Landesstraße. Besonders Kinder und Jugendliche könnten so sicher und selbstständig mit dem Rad fahren.

Ein weiteres Projekt ist die Einrichtung einer Bike+Ride-Anlage am Bahnhof: Zukünftig werden hier sechs Fahrradboxen mit elektronischem Zugangs- und Buchungssystem zur Verfügung stehen. Bislang gibt es kaum Möglichkeiten, Fahrräder sicher abzustellen. Die Boxen sollen zudem barrierefrei zu erreichen sein. Beide Projekte sollen bis Ende 2023 abgeschlossen sein.

Die Stadt Bebra freut sich über die Zusage, schließlich habe man lange darauf warten müssen, erklärt Bürgermeister Stefan Knoche – insgesamt zwölf Monate.

Die Förderung sei vor allem als Planungsgeld für die Radwege zwischen Bebra und Solz sowie Weiterode und Iba gedacht. Hier gebe es seitens der Verkehrskommission bereits Wunschrouten, wie der Bürgermeister erläutert. „Jetzt geht es aber erst einmal in die Planung. Das heißt, die Abstimmung einer genauen Wegeführung, Abstimmungen mit Hessen Mobil, Grundstücksankäufe und die Beauftragung von Fachplanern.“

Etwas konkreter ist bereits das Projekt der Radboxen, sogenannten Bike-and-Ride-Anlagen am Bebraer Bahnhof im Bereich der Personenunterführung. Die Planungen für den Ausbau der beiden Radwege laufen in Bebra schon länger. Bereits im Juli 2020 hatte die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, ab dem Folgejahr auch Geld aus dem städtischen Haushalt in die Hand zu nehmen.

Gesprächsbedarf gab es vor allem beim Umfang des Pakets für die Nahmobilität. Vorgelegt hatte damals die SPD-Fraktion, die zunächst einen neuen Radweg im Solztal festmachen wollte, auch als Pilotprojekt für weitere Strecken. Der CDU ging das allerdings nicht weit genug, sie will Bebra zum Radwegstern am R 1 machen.

Die Christdemokraten warben dafür, die neuen Radwege gegebenenfalls gleich bis Nentershausen, Wildeck und Cornberg zu verlängern. Wer zwischen Bebra und Cornberg mit dem Rad unterwegs ist, müsse entweder die stark befahrene B 27 nutzen oder durch den Wald über den Cornberger Tunnel hinweg fahren – und einen Speichenbruch riskieren.

Dem von der CDU vorgeschlagenen Radweg von Iba nach Weiterode stimmte das Parlament im Sommer vergangenen Jahres schließlich zu, ebenfalls grünes Licht gab es für eine von der SPD geforderte Fahrradstation mit Ladesäulen und abschließbaren Boxen. (Daniel Göbel)

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