Mit großer Mehrheit beschlossen

Bebra erhöht die Hundesteuer

Bebra. Hundehalter müssen in Bebra künftig mehr für ihre Vierbeiner zahlen.

Die Stadtverordneten beschlossen am Donnerstag mit großer Mehrheit, die Hundesteuer zu erhöhen und dem durchschnittlichen Satz im Kreis Hersfeld-Rotenburg anzupassen.

Die Steuer beträgt künftig jährlich 54 Euro für den ersten und 72 Euro für jeden weiteren Hund. Bisher zahlten die Hundefreunde zwölf Euro weniger für den ersten Hund im Haushalt. Für gefährliche Hunde verdreifacht sich die Steuer von bisher 204 auf künftig 600 Euro pro Jahr.

Die SPD-Fraktion konnte sich mit ihrem Vorschlag von 504 Euro nicht durchsetzen. Dies wäre der Kreisdurchschnitt für gefährliche Hunde gewesen, hatte Fraktionsvorsitzender Gerhard Schneider-Rose erklärt. Er hatte gemeint, die „Duftnoten“ von 54 und 72 Euro seien ausreichend. Wenn die Steuer zu hoch angesetzt werde, würden einige Leute die Stadt auch in der Pflicht sehen, den Hundedreck zu beseitigen. 600 Euro für gefährliche Hunde halte die SPD-Fraktion für überzogen. Damit steige Bebra in die Spitzenklasse auf.

Durchschnitt im Kreis 

Schneider-Rose konnte die Mehrheit aber nicht umstimmen. Für die CDU-Fraktion hatte Michael Gauler betont, die Verwaltung - die er mit einem Lob bedachte - habe sich an der Mustersatzung des Hessischen Städte- und Gemeindebundes orientiert und die Höhe an den Durchschnitt der Kommunen im Landkreis angepasst.

Gauler wies darauf hin, dass die Steuer nicht nur dazu diene, Einnahmen zu erzielen, sondern auch eine Lenkungsfunktion habe. Bisher habe Bebra im Kreisvergleich einen sehr niedrigen Steuersatz gehabt. Man wolle durch eine niedrige Steuer für gefährliche Hunde nicht dazu animieren, einen solchen anzuschaffen. Schwerbehinderte könnten von der Steuer befreit werden. Gauler regte an, die Einhaltung der Steuerpflicht stärker zu überprüfen.

Ulrich Völke (Gemeinsam) wies auf den enormen Aufwand solcher Kontrollen hin und Thorsten Strippel (CDU) erklärte, in Hersfeld, Ronshausen und Rotenburg zahle man für gefährliche Hunde genauso viel wie künftig in Bebra.

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Rubriklistenbild: © dpa

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