Events im Herbst geplant

Lokschuppen-Künstler gaben in Bebra Kostproben vor der Kamera

Hat gleich viermal eingesungen: Der Wahl-Pfälzer Donovan Aston, fingerschnippend begleitet vom in Gedanken versunkenen Horst Scholz und aufgenommen von Rick Fröhnert (von links).
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Hat gleich viermal eingesungen: Der Wahl-Pfälzer Donovan Aston, fingerschnippend begleitet vom in Gedanken versunkenen Horst Scholz und aufgenommen von Rick Fröhnert (von links).

In Bebra gab es jetzt schon mal Appetithäppchen fürs Netz von Künstlern, die im Herbst im Lokschuppen auftreten wollen.

Bebra – Oh, wie schön ist es, in Corona-Zeiten mal wieder etwas vorgelesen oder vorgesungen zu bekommen, könnte man in Anlehnung an einen Ausspruch des kleinen Tigers und des kleinen Bärs und deren Reise nach Panama sagen.

Dabei sind es gerade mal Appetithäppchen, die als Werbung für die eigentlichen, für den Herbst geplanten Lokschuppen-Events im be! mit Video-Kameras aufgezeichnet werden.

Kabarettist stellt Buch vor

In der Hoehlschen Buchhandlung sitzt der mit der Bahn aus Berlin angereiste Kabarettist Nils Heinrich vor der mit seinem frisch erschienenen Buch „Wir heißen hier alle Ronny, auch die Jungs“ bestückten Bestsellerwand. In dem geht es um Erfahrungen des in Sangerhausen groß gewordenen gelernten Konditors mit dem Westen, aber auch um Alltägliches und Aktuelles.

Verspricht Literaturgenuss: Kabarettist Nils Heinrich kommt am 9. Oktober nach Bebra und gibt unter dem Titel Deutschland einig Katerland – 30 Jahre Besuch von drüben Episoden aus seinem Buch „Wir heißen hier alle Ronny, auch die Jungs“ zum Besten.

Um ihn herum stehen mit gebührendem Abstand Lokschuppen-Chef Matthias Bähr, die Buchhändlerinnen Ulrike Bednarz und Maria Grewing, ein Kunde und Pixelstricker Rick Fröhnert. Der für den Lokschuppen „drehende“ Meckbacher Jungunternehmer hat eine Kamera auf einem Stativ in Position gebracht, und mit einer anderen sucht er immer wieder nach der interessantesten Perspektive.

Klappstulle statt Döner

Heinrich macht es ihm leicht. Für gleich vier Clips liest er voller Lust aus seinem Buch vor. Mal malt er vor Augen, wie sein Vater bei der ersten Westreise statt Döner lieber doch eine Klappstulle mit Mansfelder Leberwurst verspeist, mal geht es um sein Wahlprogramm, das die Umstellung der Bundeswehr auf Elektroantrieb und direkte Demokratie mit Aktenübersendung und allwöchentlichen Volksabstimmungen vorsieht, mal um die auf Corona zurückzuführende Selbstisolation seiner auf vier Köpfe angewachsenen jungen Familie in einer nicht allzu großen Berliner Altbauwohnung.

Clip bald auf Homepage abrufbar

Jedem schon bald auf der Lokschuppen-Homepage abrufbaren Clip stellt der 49-Jährige eine originelle Einladung zu dem für Samstag, 9. Oktober, 20 Uhr, vorgesehenen Auftritt voran, und natürlich setzt er auch immer einen witzigen Schlusspunkt. Auch den leicht sarkastischen: „Schöne Pandemie noch!“ „Ich bin schon mal schwer begeistert!“, entfährt es da Matthias Bähr, ehe es eine Rolltreppe höher im Schuhgeschäft von Berthold Ebert weitergeht.

Hits von Elton John

In dem hat sich in der Ecke vor dem Fenster mit Blick auf die Nürnberger Straße der Musiker Donovan Aston mit seinem Klavier eingerichtet. Es ist ein Klavier ohne Innenleben, auf dem der aus England stammende Wahl-Kaiserslauterer mit Knopf im Ohr einfach so tut, als ob er Töne produziert. Sein Gesang ist kein Fake: Vier der größten Hits von Sir Elton John, den er am Bundestagswahlabend, 26. September, 20 Uhr, covern will, stehen auf dem Vorab-Programm. Er hat noch mehr Fans, und auch der technische Aufwand, mit dem Tontechniker Axel Deubener Astons Auftritt aufzeichnet, ist vergleichsweise groß. Beim dritten Video-Dreh gibt Horst Scholz, Berthold Eberts Schwiegervater, am Klavier stehend und mit den Fingern schnippend den Statisten: „I’m Still Standing.“ Beim vierten, fast schon sentimentalen, heißt es: „Candle in the Wind“, und bei dem wirkt fast das gesamte Ebert-Team mit. Mit liebevoll angefertigten Schildern grüßt es, nacheinander mit sehr viel Emotion in die Kamera schauend, die Kunden: „Herzlichen Dank an alle unsere treuen Kunden. Bleibt bitte gesund und bis bald.“ (Wilfried Apel)

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