Bebra muss sparen: Bauhofeinsatz kostet künftig

Sparen durch Zusammenarbeit: Michael Gauler fragte nach dieser Möglichkeit. Fotos:  Vöckel

Bebra. Für die Hilfe des Bauhofs muss künftig bezahlt werden. Das machte Bürgermeister Uwe Hassl klar.

Er antwortete bei der Bürgerversammlung auf Frank König. Der hatte erklärt, dass das Siedlungsfest ohne Hilfe des Bauhofs nicht stattfinden könne. „Das ist eine freiwillige Leistung, die wir gern erbringen“, antwortete der Bürgermeister. Nur zum Nulltarif sei das nicht mehr möglich. Dabei würden die tatsächlichen Kosten aber nicht in Rechnung gestellt. Der Verwaltungschef kündigte für das nächste Jahr eine Kostenregelung für den Einsatz von Mitarbeitern und Geräten des Bauhofes an.

Die finanziell angespannte Lage der Stadt Bebra war das erste Thema der Bürgerversammlung, zu der Stadtverordnetenvorsteher Herbert Börner eingeladen hatte.

Bürgermeister Hassl erläuterte den Weg zu einem ausgeglichenen Haushalt im Jahr 2017. „Am Ende eines Monats sollte vom eingenommenen Geld immer etwas übrig bleiben. Das nennt man vernünftiges Wirtschaften“, sagte Hassl.

In diesem Jahr verzeichnete die Stadt einen Fehlbetrag von über zwei Millionen Euro, der auf 1,65 Mio. Euro gedrückt wurde, unter anderem durch eine Verringerung der Zuschüsse an die Kindergärten und an freie Träger. 2017 rechnet man laut Hassl erstmals mit einen kleinen Überschuss. Trotzdem „sind wir immer noch eine gut aufgestellte Kommune im Vergleich zu anderen Städten und Gemeinden im Kreis“, sagte Hassl.

Thilo Holzhauer hatte Zweifel am künftigen Gewerbesteueraufkommen von 700 000 Euro. „Das sind Annahmen, die sich durch konjunkturelle Einflüsse verändern können“, erläuterte Christian Sass von der Kämmerei.

Michael Gauler fragte nach Einsparmöglichkeiten im Bereich der interkommunalen Zusammenarbeit mit der Gemeinde Alheim und der Stadt Rotenburg (Zubra).

Die Antwort des Bürgermeisters: „Wir stecken hier noch in den Kinderschuhen. Bis jetzt hat das noch nicht viel gebracht.“ Er favorisiere eine Zusammenarbeit der Zubra-Kommunen gemeinsam mit Ronshausen. Alles, was die hoheitlichen Aufgaben und Bereiche der einzelnen Kommunen nicht gefährde, könne man zusammen erledigen. (zvk)

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