Zunächst Radstrecken nach Solz und Iba – Servicestation am Bahnhof

Bebra plant neue Radwege

Radwegweiser am Breitenbacher See am Radweg 1 bei Bebra-Breitenbach.
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Führen bald alle (Rad)wege nach Bebra? Die Politik der Biberstadt will vom Förderprogramm der Landesregierung profitieren und Ortsteile und Kernstadt verbinden. Unser Foto entstand am Radweg R1 am Breitenbacher See.

Die Stadt Bebra soll ihr Radwegenetz ausbauen – und dafür ab kommendem Jahr auch Geld in die Hand nehmen. Vorrang haben der Bau eines Radwegs von der Kernstadt über Gilfershausen und Imshausen nach Solz sowie ein Radweg von Weiterode nach Iba. Das hat das Parlament bei seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

Bebra - Auch in der Kernstadt soll es neue Radwege geben – etwa von der Nürnberger Straße an der Bebra entlang in Richtung Göttinger Bogen und an der Südspange am Bahnhof zum Röse-Kreisel. Sie sollen im Zuge des innerstädtischen Entwicklungskonzeptes entstehen. Zudem soll die Mängelliste der vorhandenen Radwege abgearbeitet und Schlaglöcher, hohe Bordsteine und Ähnliches beseitigt werden. Priorität haben dabei die Strecken Bebra – Lispenhausen, Bebra – Breitenbach – Blankenheim sowie Weiterode – Blankenheim – Ludwigsau.

Ebenso ausgeweitet wird die Versorgung für E-Bikes: Am Bahnhof in Bebra soll es eine Servicestation mit Ladesäulen und sicheren Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder geben.

Die Entscheidung im Parlament fiel einstimmig: CDU und SPD hatten sich nach längerer Diskussion und einer Sitzungsunterbrechung auf einen Kompromiss geeinigt und ihre Anträge kombiniert.

Gesprächsbedarf gab es vor allem beim Umfang des Pakets für die Nahmobilität. Vorgelegt hatte die SPD, die zunächst einen neuen Radweg im Solztal festmachen will, auch als Pilotprojekt für weitere Strecken. „Wir sollten unbedingt aktiv werden“, warb Michael Fernau für den Vorschlag der Sozialdemokraten. Hintergrund ist, dass die Landesregierung eine üppige Förderung in Aussicht gestellt hat (wir berichteten).

Der CDU ging das allerdings nicht weit genug, sie will Bebra zum Radwegstern am R 1 machen: „Mehrweg statt Einweg“, so die Argumentation von Michael Gauler. Wenn es Brei regnet, müsse Bebra den Löffel hinhalten. Oder besser noch: Schöpfkellen, so Fraktionschef Thorsten Strippel.

Die Christdemokraten warben dafür, die neuen Radwege gegebenenfalls gleich bis Nentershausen, Wildeck und Cornberg zu verlängern. Wer zwischen Bebra und Cornberg mit dem Rad unterwegs sei, müsse entweder die stark befahrene B 27 nutzen oder durch den Wald über den Cornberger Tunnel hinweg fahren – und einen Speichenbruch riskieren, so Gauler.

Auch die bestehenden Wege nach Ronshausen, Ludwigsau und Rotenburg sollten nach Wunsch der CDU saniert und ausgebaut werden und der Radweg 1, der am Breitenbacher See entlang verläuft, möglichst in die Innenstadt gelenkt werden. Der „ganz große Wurf“ stoße bei den Sozialdemokraten auf Skepsis, so Fraktionschef Gerhard Schneider-Rose. Bereits bis in die Nachbarkommunen hinein zu planen, gehe der SPD zu weit.

Die Lösung: Der Radweg nach Solz erhält Priorität, es folgt die Strecke nach Iba. Über weitere Radwege und die Reihenfolge beim Ausbau soll die Verkehrskommission entscheiden. Es wäre das erste Projekt des neuen Hilfsgremiums des Magistrats. Schon im Haushalt 2021 soll Geld für Planung und nötige Grundstückskäufe bereitgestellt werden.

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