Stadtentwicklung sucht weiter Mitstreiter

Stadtfest aus dem Stegreif: Bebra plant unter Zeitdruck fürs Jubiläumsjahr

Knapp ein halbes Jahr vor dem Start in die 1250-Jahrfeier hat in Bebra die Planung begonnen. Beim Treffen im Rathaus wurde die Kritik schnell abgehakt - und Ideen gesammelt. 

„Ich habe fünf Folien vorbereitet“, sagte Stadtentwicklungs-Chef Stefan Knoche am Mittwochabend. „Da steht aber nicht viel drauf, weil wir nicht viel wissen.“ Also wurden im Sitzungssaal des Rathauses Ideen für das Jubiläumsfest gesammelt. Und so war’s:

Der Auftakt: Die SEB sucht Mitstreiter

Der Grund für die Einladung von der Stadtentwicklung, die in Bebra für „Brot und Spiele“ (Bürgermeister Uwe Hassls Bezeichnung für Events) zuständig ist: Die SEB sucht Mitstreiter, die sich bei der Organisation einbringen wollen. Zudem wolle man nicht vorgeben, wofür Geld ausgegeben wird, so Knoche. Für das Jubiläumsfest gibt es ein Budget von 30 000 Euro. Sponsoren sollen noch umworben werden.

SEB-Chef Stefan Knoche

Vor allem Vertreter der Vereine füllten die Plätze im Rathaus, auf denen sonst die Stadtverordneten sitzen. Einige waren gekommen, um eigene Pläne zum Fest vorzustellen. Viele wollten sich einen Eindruck verschaffen, wie das Jubiläumsjahr angepackt wird. „Diese Versammlung hätte schon vor zwei Jahren stattfinden sollen“, kritisierte ein Besucher zum Auftakt. „Eher vor vier Jahren schon“, konterte Knoche, „aber ich bin nicht der Einzige, der weiß, dass 1250 Jahre Bebra gefeiert werden.“

Steht schon fest: Das Logo für das Stadtjubiläum. 

Schnell fiel in der Versammlung die Entscheidung, lieber nach vorn als nach hinten zu schauen. Wohl auch deshalb wurde der Termin nicht lange diskutiert: Der Magistrat hatte beschlossen, erst im September in das ganzjährige Fest zu starten, um das Bahnhofsensemble miteinbeziehen zu können. Lokschuppen, Kesselhaus und Inselgebäude werden derzeit noch saniert.

Die Ergebnisse: Häufig feiern und ein Fest im Park

Der Festzug, wie gefeiert wird und ein Festausschuss waren die großen Themen des Abends. „Macht es Sinn, einen stehenden Festzug auf die Beine zu stellen?“, fragte Bürgermeister Uwe Hassl in den Raum. Die Mehrheit der Besucher sprach sich dafür aus. Auch, weil die Ortsteile damit eine Möglichkeit haben, sich einzubringen. „Der stehende Festzug war sicherlich das größte, aber auch arbeitsintensivste Highlight“, sagte Jens Rettig, der Erfahrung von der Organisation der 1050-Jahrfeier in Solz mitbrachte. Er schlug vor, so schnell wie möglich einen Festausschuss und Arbeitskreise zu bilden – und wurde umgehend von Stefan Knoche für Ersteren verpflichtet.

In ihrem Jubiläumsjahr wollen die Bebraner zudem lieber häufig klein als einmal groß feiern. Auch das wurde am Mittwochabend klar.

Die Eckdaten: Start am 21. September im Lokschuppen

Am 21. September soll das Stadtjubiläum mit einem Festakt im Lokschuppen beginnen. „Ob der dann fertig ist, werden wir sehen“, sagte Knoche. Schlusspunkt des Festjahres ist die Ausstellungseröffnung zum Grenzbahnhof Bebra im dann sanierten Inselgebäude im Oktober 2020. Weitere Punkte, die anklang fanden:

  • Ein Fest im Mendepark
  • Angebote für Kinder, etwa eine Laufveranstaltung
  • ein Tag oder gar eine „Woche der Ehrenamtler“
  • Aktionen zur Geschichte Bebras mit alten Videos und Bildern

Viel zu tun in einem halben Jahr 

Bebra hat noch viel zu tun – und dafür nicht mehr viel Zeit. Stefan Knoche wiederholte aber seine Aussage vom Neujahrsempfang: Nur weil der Eisenbahnerstadt für die Organisation Monate statt Jahre bleiben, „muss es deswegen nicht schlechter sein“.

Interessierte, die sich beim Stadtjubiläum einbringen wollen, können sich bei der SEB unter z 0 66 22/50 12 22 und per E-Mail an seb@bebra.de melden.

Rubriklistenbild: © Gudrun Schankweiler-Ziermann

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