Steigende Inzidenz: Stadt will keine „halbgare Veranstaltung“

Bebra sagt Adventsmarkt ab

Wandert jetzt wohl zurück in die Kiste: Diese Lichterkette reckte Stadtentwicklungschef Stefan Pruschwitz noch im Oktober hoffnungsvoll in die Höhe.
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Wandert jetzt wohl zurück in die Kiste: Diese Lichterkette reckte Stadtentwicklungschef Stefan Pruschwitz noch im Oktober hoffnungsvoll in die Höhe.

Der viertägige Adventsmarkt auf dem Bebraer Rathausvorplatz findet nicht statt: Die Veranstaltung vom 25. bis 28. November wird mit Blick auf rasant steigende Inzidenzwerte abgesagt.

Bebra - Auch die Schaufensterenthüllung und das geplante Feuerwerk am Bebraer Einkaufszentrum als Höhepunkte der vorweihnachtlichen Feierlichkeiten fallen aus.

In Rotenburg zögern die Veranwortlichen dagegen noch. In Bad Hersfeld wollte man erst auf Signale aus Berlin und Wiesbaden warten – und hat dann am Freitag entschieden, dass der Markt im Stiftsbezirk für Genesene und Geimpfte stattfinden soll. Martin Kohl vom Weihnachtsmarktverein Rotenburg sagte auf Nachfrage, der Vorstand warte auf die Signale von Bund und Land. Deswegen könne er bislang keine Aussage treffen. In Rotenburg ist dieser Verein verantwortlich, nicht MER oder Stadtverwaltung.

Auch in der Nachbarstadt hätten die Organisatoren des Bebraer Adventsmarktes noch auf einen anderen Ausgang gehofft, heißt es in einer Mitteilung auf dem Online-Magazin der Eisenbahnerstadt. Die Vorbereitungen seien bereits in vollem Gange gewesen. „Aufgrund der hohen Corona-Infektionszahlen haben wir leider keine andere Wahl“, wird Bürgermeister Stefan Knoche zitiert.

Alternativlösungen, etwa eine 2G-Plus-Regelung, größere Abstände und mehr Sicherheitspersonal, seien nicht zu finanzieren gewesen. Zudem sei es „unmöglich, die Abstands- und Hygieneregelungen auf einem öffentlichen Adventsmarkt dauerhaft zu kontrollieren“, so Stefan Pruschwitz, Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft SEB.

Als Veranstalter habe man aber auch eine moralische Verpflichtung gegenüber den Mitwirkenden und Besuchern. Zahlreiche Vereine, Tänzer und Musiker sollten während des viertägigen Adventsmarktes auf der Bühne stehen, darunter auch viele Kindergruppen. Viele Teilnehmer seien durch die Pandemielage verunsichert und hätten ihre Teilnahme abgesagt. „Eine halbgare Veranstaltung bringt auch niemandem etwas“, so Bürgermeister Knoche. In Bebra wird nun auf das kommende Jahr gesetzt.  cig/czi/ses

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