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Volldampf-Festival in Bebra mit vielen Programmhöhepunkten

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Von: Ute Janßen

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In Feierlaune: Ausgelassene Stimmung war beim Volldampf-Festival im Lokschuppen Programm. Leider waren es insgesamt nur vergleichsweise wenige, die den Weg zu der sehr gut organisierten Party fanden.
In Feierlaune: Ausgelassene Stimmung war beim Volldampf-Festival im Lokschuppen Programm. © Ute Janßen

Wer nicht dabei war, hat was verpasst. So lautet das eindeutige Fazit des Volldampf-Festivals in Bebra. Und leider waren relativ wenige bei der Party dabei.

Bebra – „Geht mehr auf Konzerte“ – mit diesem Titel eröffnete die Band Kapelle Petra ihr Konzert beim Volldampf-Festival im Bebraer Lokschuppen. Bezogen auf das Festival hatte dieser Titel programmatische Bedeutung. Man hätte ihn all denjenigen zurufen können, die an diesem Wochenende nicht gekommen waren. Die Veranstalter hatten keine Mühe gescheut, mit einem attraktiven und vielfältigen Programm und besten Bedingungen optimale Voraussetzungen für ausgelassenes Feiern zu schaffen. Leider waren es dann leider relativ wenige, die an diesem heißen Sommerwochenende den Weg in den Lokschuppen fanden.

Stimmung trotzdem ungetrübt

Der Stimmung tat das allerdings keinen Abbruch, insofern stimmte der Name Volldampf-Festival auf jeden Fall. Dafür sorgten schon die musikalisch sehr unterschiedlichen Bands, die mit viel Herzblut und Kontakt zum Publikum die Bühne rockten. Für fast jeden Musikgeschmack war etwas dabei. Das gut gelaunte Publikum ließ sich bereitwillig zum Tanzen, Mitsingen und Stage-Diven animieren und nutzte diese perfekte Gelegenheit zum ausgelassenen Feiern ausgiebig. Der Schweiß floss nicht nur auf der Bühne in Strömen. Und da war es gut, dass die Getränkeversorgung im Biergarten vor dem Lokschuppen nicht nur für die Künstler perfekt organisiert war.

Erinnerungen und Vorfreude

Dem Organisationskomitee um Jens Rettig aus Solz war es gelungen, ein Programm voller Höhepunkte zusammenzustellen. Erinnerungen an und Vorfreude auf größere Festivals wie das Open Flair wurden nicht nur bei den von dort bekannten Bands wie Elfmorgen, Maffai und Kapelle Petra wach. So war es nicht verwunderlich, dass viele Besucherinnen und Besucher gleich in ihren Festival- und Band-T-Shirts gekommen waren.

Die Band Bonsai Kitten bot mit Lead-Sängerin Tiger Lilly Marleen die einzige Künstlerin auf.
Die Band Bonsai Kitten bot mit Lead-Sängerin Tiger Lilly Marleen die einzige Künstlerin auf. © Rick Fröhnert / Stadtentwicklung Bebra

Zu hören gab es Bands aus der Region wie die Indie-Rockband LWFLD aus Kassel sowie Festival-Größen, wie die Post Punk-Band Maffai aus Franken, die ihren Auftritt allerdings wegen stimmlicher Probleme des Sängers vorzeitig abbrechen musste. Außerdem das kreative westfälische Indie-Trio Kapelle Petra (zum Quartett erweitert durch die legendäre Bühnenskulptur Gazelle), die Hanauer Punker von Elfmorgen, deren „Wenn ich groß bin, werd’ ich Kapitän“ sich als humoristisches Mitgröl-Zitat auch noch durch die Performance der Diskopunker B6BBO zog sowie die ebenfalls aus Berlin stammende Blues-, Metal- und Rockband Bonsai Kitten. Sie bot mit der Lead-Sängerin und Aktivistin Tiger Lilly Marleen die einzige Künstlerin auf. Am weitesten gereist war wohl die Ska-Band Caravana Sun, die aus Sydney stammt und im Rahmen ihrer Deutschlandtour in Bebra Station machte. Ihr Musikspektrum reichte von Folk über Reggae, Jazz und experimentelle Klänge.

Am Schluss entstand mithilfe gezückter Handys eine besondere Atmosphäre im Lokschuppen.
Am Schluss entstand mithilfe gezückter Handys eine besondere Atmosphäre im Lokschuppen. © Ute Janßen

Wer nicht dabei war, hat viel verpasst – dieses Fazit lässt sich nach zwei qualitäts- und stimmungsvollen Festivaltagen ziehen. Und es bleibt zu hoffen, dass sich Veranstalter und Organisatoren durch den bescheidenen Publikumszuspruch nicht den Mut zur Planung solch besonderer Events nehmen lassen. An der Musik, an der Feierlaune oder am Ort lag es nicht. (Ute Janßen)

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