Rundgang mit kurzen Vorträgen

Suche nach Schokoladenseite: Weiterode putzt sich für Förderwettbewerb heraus

Wassertreten auch außerhalb des Beckens: Bei scheußlichem Wetter halten von links Ina Koch, Martin Zimmermann, Christiné August (mit Mia), Ortsvorsteher Andreas Nölke, Liane Paul, Johannes Koch, Janette Rehs und Kathrin Eisel (mit Johannes) beim Rundgang durch Weiterode tapfer durch.
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Wassertreten auch außerhalb des Beckens: Bei scheußlichem Wetter halten von links Ina Koch, Martin Zimmermann, Christiné August (mit Mia), Ortsvorsteher Andreas Nölke, Liane Paul, Johannes Koch, Janette Rehs und Kathrin Eisel (mit Johannes) tapfer durch.

Es geht um bis zu 5000 Euro und den Status als Golddorf: Bebras größter Stadtteil Weiterode nimmt am Förderwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil.

Weiterode - Im Frühling steht der Besuch einer Bewertungskommission für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ an. Deshalb haben engagierte Weiteröder nun schon einmal bei einem Rundgang die Schokoladen- und die Schattenseiten ihres Ortes ausgelotet.

Punkten mit dem Wir-Gefühl

Eineinhalb Stunden soll es mit der Jury quer durch den Ort gehen, von Ellis Saal über die Ulfe am Festplatz bis zum Wassertretbecken im Heiertal. Insgesamt sind zehn Stationen mit kurzen Vorträgen geplant – aber auch entlang der Strecke muss alles passen. Weil beim Wettbewerb auch honoriert wird, wenn sich die Bevölkerung und Vereine einbringen, stapfen am Mittwoch neun Weiteröder trotz Regenwetter tapfer bei einem ersten Probelauf durch den Ort.

Es geht vor allem darum, was der Kommission erzählt wird – und wie die eigenen Stärken am besten ausgespielt werden können. Mit welchem Pfund wollen die Weiteröder besonders wuchern? „Mit dem Wir-Gefühl“, sagt Ortsvorsteher Andreas Nölke mit einem Schmunzeln. Johannes Koch von der Vereinsgemeinschaft hofft, dass beispielsweise mit dem gut gepflegten Wassertretbecken und dem Blickfang Lindenplatz an der Kirche gepunktet werden kann. Auch ein Generationentreff in Ellis Saal wird beim Spaziergang angeregt.

Auch Nachholbedarf

Es gibt auch Nachholbedarf, ein Beispiel ist der recht trostlose Vorplatz von Bäckerei und Post an der Hauptstraße. Doch es gibt Hoffnung, der Heimatverein plane auf der Fläche der Stadt eine Neugestaltung, heißt es beim Rundgang. „Mehr grün und weniger versiegelt“ soll es werden. Etwas grün ist immerhin schon da: Aus dem dicht mit Moos besetzten Zulauf für das Wasserbecken tropft es träge.

Womit kann Weiterode punkten und was entpuppt sich als Pleite? Beim Spaziergang werden Anregungen auf kleinen Kärtchen notiert, hier Am Fläßchen.

Es geht weiter zum Posten 80, die Wand unter der Eisenbahnbrücke schmückt ein großflächiges Weiterode-Graffiti. Minutenlang stockt der Spaziergang: Soll es nur um das Kunstwerk und seine Entstehungsgeschichte gehen? Oder auch um das nahe Neubaugebiet und die gesperrte Fußgängerbrücke über die Bahngleise, die in Weiterode für viel Verärgerung sorgt? „Wenn wir alles dazu erzählen wollen, sind die eineinhalb Stunden rum“, fällt die Entscheidung.

Die Chancen stehen gut

„Weiterode ist breit aufgestellt“, lautet das vorläufige Fazit am abgelassenen Wassertretbecken. Statt einem Goldstandard-Projekt gebe es viele Anlaufstellen. Der Ort im Schienendreieck rechnet sich gute Chancen aus – auch, weil das Teilnehmerfeld aus der Region nicht sonderlich üppig ausfalle. (Clemens Herwig)

Kontakt für Ideen und Anregungen: Janette Rehs, E-Mail: Janette@Vereinsgemeinschaft-weiterode.de

Wettbewerb hat lange Tradition

Den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gibt es seit mehr als 60 Jahren – bis 1997 hieß er „Unser Dorf soll schöner werden“. Teilnehmen können Orte mit bis zu 3000 Einwohnern, die zunächst auf regionaler Ebene beim Besuch der Kommissionen Punkte sammeln und entsprechend mit Bronze- , Silber- und Goldmedaillen („Golddörfer“) prämiert werden. Die Sieger ziehen in den Landes- beziehungsweise Bundesentscheid ein. (cig)

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