Bebra will an das Projekt Radweg Deutsche Einheit andocken

Geehrt: In der Stadtverordnetenversammlung wurde Robert Cavalier nach seinem Ausscheiden für zehn Jahre ehrenamtliches Wirken in dem Gremium geehrt. Rechts Bürgermeister Uwe Hassl, links Stadtverordnetenvorsteher Herbert Börner. Foto:  Schankweiler-Ziermann

Bebra. Vom Projekt „Radweg Deutsche Einheit“ möchte auch Bebra profitieren. Die Stadtverwaltung wird gebeten, sich umgehend um die Aufnahme in das Projekt zu bemühen, das vom Hessischen Wirtschaftsministerium im vergangenen Jahr zu 25 Jahren deutscher Einheit initiiert wurde.

Mehrheitlich sprachen sich die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung für einen entsprechenden CDU-Antrag aus - bei fünf Enthaltungen und gegen die Stimmen der SPD.

Allerdings war Bürgermeister Uwe Hassl schon aktiv und ist bereits in Kontakt mit dem Ministerium. Das Problem sei, so Hassl, dass der Weg von Bonn nach Berlin bei Bebra über den Mischelsweg und damit an der Kernstadt vorbeiführe. Eine Umlegung sei wohl nicht möglich, eher werde noch ein Zuschuss für die Befestigung des Hangs am Weg bezahlt.

Sogenannte „Radstätten“, Stationen mit digitalen Informationen, seien in Bad Hersfeld und Rotenburg geplant. Hassl sieht aber eine Möglichkeit, eine Art Abstecher zum Bahnhof und zum Wasserturm unterzubringen. „Das müssen wir wahrscheinlich selbst bezahlen“, sagte der Bürgermeister. Es sei aber wichtig, dass Bebra platziert sei. „Wir sind am Ball“, erklärte Hassl.

Thorsten Strippel (CDU) war ebenfalls der Ansicht, eine zusätzliche Radstation in Bebra an den Breitenbacher Seen, in der Innenstadt oder am Bahnhof zum Thema „Grenzbahnhof zur DDR“ würde sich anbieten, Gastronomie und Handel könnten zusätzliche Gäste beziehungsweise Kunden gewinnen. Die Standorte würden von den Kommunen mit dem Ministerium zusammen festgelegt. Die Stadt müsse nur die Bodenplatte für eine solche Radstätte erstellen, Strom und Internet bereitstellen.

Die Begeisterung Strippels teilte Gerhard Schneider-Rose (SPD) nicht. Der Weg führe über vorhandene Radwege und sei wenig kreativ. Er habe Bauchschmerzen ob der Technikbegeisterung. Alles, was die digitale Radstätte biete, hätten die meisten Radtouristen ohnehin auf ihrem Mobiltelefon zur Verfügung.

Es sei wichtiger für die Stadt, im Internet gut präsent zu sein, meinte Schneider-Rose, und schlug stattdessen vor, Tagestouren für Radfahrer von Bebra aus zu konzipieren.

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