Lückenschluss zwischen Bebra und Weiterode

Bebraer Parlament macht weg für Neubaugebiet Eichkoppe III frei

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Lückenschluss zwischen Bebra und Weiterode: Hier soll das Neubaugebiet an der Oststraße entstehen. 

Bebra. Das Bebraer Parlament hat in seiner jüngsten Sitzung den Bauplanentwurf für das Neubaugebiet Eichkoppe III bekräftigt - nicht ohne Diskussion.

Die Grundsatzdiskussion, die dabei zwischen den Stadtverordneten ausbrach, kam überraschend – brachte allerdings wenig Überraschendes.

Das Wohngebiet ist der Lückenschluss zwischen Bebra und dem Stadtteil Weiterode, geplant sind 18 Grundstücke mit einer Größe von jeweils 600 bis 700 Quadratmetern. Die nächsten Schritte sind nun die Beteiligung und Offenlegung, bei der auch Bürger bis Mai die Pläne einsehen können. Im September soll das Parlament über den finalen Bauplan abstimmen. Die ersten Grundstücke könnten zum Jahreswechsel verkauft werden.

Vor allem zwischen SPD und CDU entbrannte bei der Abstimmung in der Stadtverordnetenversammlung die altbekannte Grundsatzdiskussion. Bereits im Juni 2018 wurde die Aufstellung des Bebauungsplans beschlossen und sollte jetzt nach der konkreten Planung durch das Kasseler Büro pwf bekräftigt werden. „Unsere Position ist bekannt“, leitete Stefanie Koch (SPD) die Aussprache ein. Die Sozialdemokraten wollen eher in der Innenstadt nachverdichten, als am Stadtrand neue Wohngebiete und somit einen „Wohlstandsring um eine Mitte aus Ruinen“ schaffen, so Fraktionschef Gerhard Schneider-Rose.

In eine Baulücke bauen?

Während die Nachfrage nach Baugrundstücken steige, sei das Angebot in Bebras Kernstadt und den Stadtteilen Weiterode und Breitenbach sehr überschaubar, sagte CDU-Fraktionschef Thorsten Strippel. Die CDU wolle junge Familien nach Bebra holen und junge Familien in Bebra halten: „Nicht jeder Bauwillige möchte in eine Baulücke bauen.“ Wer ein Neubaugebiet bevorzuge, gehe derzeit in Bebra leer aus.

„Die Wahrheit liegt in der Mitte“, sagte Stefan Krug (Gemeinsam). Man habe bei der Eichkoppe III bereis A gesagt und werde daher auch B sagen. Sollten die – auch an diesem Abend beschworenen – Schreckgespenter Eichkoppe fünf und sechs einmal zur Diskussion stehen, werde sich allerdings auch Gemeinsam schwer tun.

Der Umgang mit der Lärmbelastung – die Bahngleise sind etwa 300 Meter entfernt – werde über Bauauflagen den zukünftigen Eigentümern aufgebürdet, kritisierte Lothar Knoth (SPD). Eine Wohnungsbauplanung mit einem vorhersehbaren Schallpegel von 60 Dezibel sei weder zeitgemäß noch verantwortbar (siehe Stichwort). Das Ergebnis der namentlichen Abstimmung im Parlament, die Friedhelm Claus (CDU) gefordert hatte: 21 Ja-Stimmen, sechs Nein-Stimmen (SPD) sowie fünf Enthaltungen.

Stichwort Lärmbelästigung

Die Lärmbelastung sei vorhanden, planungsrechtlich aber unproblematisch und am Wasserturm und der Eichkoppe I und II höher, heißt es aus dem Bebraer Bauamt. Auf Bauherren kämen durch den Lärmschutz keine höheren Kosten zu. Zum Vergleich: Ein lautes Gespräch erreicht einen Schallpegel von 60 Dezibel. 

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