Bebraner feiern 80. Jahrestag ihrer Stadtrechte

Zum Aufhängen: Der Geschäftsführende Direktor des Hessischen Städte- und Gemeindebunds, Karl-Christian Schelzke, hat dem Bürgermeister eine Kopie der am 19. September 1945 erfolgten Proklamation von Groß-Hessen mitgebracht. Sie soll in Zukunft neben der Urkunde vom 20. September 1935 hängen.

Die Verleihung ihrer Stadtrechte feierten die Bebraner am Samstagabend. Viele Ehrengäste und Bäwersche waren im Einkaufszentrum „be!“ zusammengekommen, um den Geburtstag gebührend zu begehen.

Bebra. Großer Bahnhof im „be!“. Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke und der Geschäftsführende Direktor des Hessischen Städte- und Gemeindebundes, Karl-Christian Schelzke, sind gekommen, um zusammen mit Bürgermeister Uwe Hassl, Ehrengästen und einer großen Zahl von leidenschaftlichen „Bääwerschen“ den 80. Jahrestag der Verleihung der Stadtrechte an den Eisenbahnknotenpunkt zu feiern.

Zum Nachlesen: Auch Bebras Heimatforscher-Urgestein Hans Möller schaute sich in der kleinen Ausstellung um, die die Stadtwerdung von Bebra beleuchtet.

Nach über zehnjährigen Bemühungen hatte Oberpräsident Philipp Prinz von Hessen am 20. September 1935 endlich zugestimmt. Die Freude, die kurz darauf bei der ersten Kirmes als Stadt geherrscht hat, kommt beim Feuerwerk der Schritte der Weiteröder Tanzgruppe „Celtic Ellis“, die das Auditorium mit irischem Stepptanz begeisternd begrüßt, auf dem wunderbar klackenden Steinfußboden des „be!“ gigantisch zum Ausdruck.

Der RP ist beeindruckt. Gerade haben ihn seine Mitarbeiter angerufen. Die aktuelle Flüchtlingssituation ist für ihn Anlass, auf die Herausforderungen, aber auch die Chancen einzugehen, mit denen das Land konfrontiert ist: „Die Menschen haben Angst vor Veränderungen, aber das Dorf Bebra ist damit gewachsen - zur Stadt geworden - hat alles durch Wandel erreicht!“

Ländlicher Charme

Lübcke spricht vom „ländlichen Charme“ der Kommune und stellt heraus, dass es wichtig sei, die Menschen, die die eigentlichen Gestalter der Region seien, „mitzunehmen“. Der Stadt und den Bürgern wünscht er, dass sie aus der Geschichte lernend die Gegenwart begreifen, damit sie die Zukunft gestalten können.

Auch Karl-Christian Schelzke zeigt sich von Bebra angetan: „Die Innenstadt hat sich wirklich toll entwickelt!“ Er beleuchtet die Hintergründe der Stadtwerdung und die vermeintlichen Unterschiede zwischen Stadt und Land. „Bebra hatte die Kriterien längst erfüllt, als es aus tatsächlichen - und nicht aus politischen - Gründen vom Oberpräsidenten zur Stadt ernannt wurde!“ Er schließt mit dem Jeremia-Bibelwort, das die Bebraner vom Biber-Kreisel kennen: „Suchet der Stadt Bestes!“

Zum Aufhängen: Der Geschäftsführende Direktor des Hessischen Städte- und Gemeindebunds, Karl-Christian Schelzke, hat dem Bürgermeister eine Kopie der am 19. September 1945 erfolgten Proklamation von Groß-Hessen mitgebracht. Sie soll in Zukunft neben der Urkunde vom 20. September 1935 hängen.

Bürgermeister Uwe Hassl bezeichnet die Zusammenkunft als „kleinen Staatsakt“ und skizziert Leben und Wirken der nach 1935 amtierenden Bürgermeister, angefangen bei Otto Kraffke bis hin zu Horst Groß. Sich selbst bezeichnet er als „sehr transparenten“ Verwaltungschef, der trotz aller, bis zum Ablauf der Wahlperiode zu erledigenden Arbeiten sagen könne: „In Bebra läuft es derzeit sehr gut!“

Das scheint tatsächlich so zu sein, denn zum guten Schluss gibt es neben leckeren Häppchen, Spießchen und Rippchen und diversen Getränken zur Erinnerung auch noch ein rot umrandetes Lebkuchenherz, auf dem steht: „I love be!bra!“

Von Wilfried Apel

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