Bebra startet mit einem ausgeglichenen Haushalt ins neue Jahr

Die Eisenbahnerstadt ist auf der Spur: Der Haushalt ist laut Plan 2016 ausgeglichen, 8,5 Millionen Euro werden investiert. Foto: Schankweiler-Ziermann

Bebra. Die Stadt Bebra plant im kommenden Jahr 2016 ohne einen Fehlbetrag.

Nachdem noch in diesem Jahr rund 600.000 Euro mehr für die laufende Verwaltung benötigt wurde, als an Geld zur Verfügung stand, stehen nun sogar fast 47.000 Euro plus auf der Ertragsseite. Bürgermeister Uwe Hassl verkündete die erfreuliche Entwicklung bei der Vorstellung des Etats für 2016.

Mehr Einnahmen

• 650.000 Euro plus an Gewerbesteuer erwartet die Stadt 2016

• 90.000 Euro Plus an Spielapparatesteuer

• 2,17 Mio. Euro mehr an Schlüsselzuweisungen. Hassl: „Der kommunale Finanzausgleich hat uns hervorragend begünstigt.“

Kosten steigen

• 1,27 Mio. Euro mehr zahlt die Stadt an den Kreis an Schulumlage sowie Gewerbesteuerumlage

• 6,4 Mio. Euro zahlt Bebra für das städtische Personal, ein Plus von 325.000 Euro.

• 163.000 Euro Abschreibungen - der Betrag wird in den kommenden Jahren steigen, weil Bebra viel investiert hat.

Die Steuersätze

• Grundsteuer A: 400 Prozent

• Grundsteuer B: 400 Prozent

• Gewerbesteuer: 360 Prozent

Weiter sparen

Trotz des ausgeglichenen Ergebnishaushalts muss weiterhin ein Haushaltssicherungskonzept aufgestellt werden, betont Bürgermeister Hassl. Das gilt so lange, bis die Fehlbeträge aus den vergangenen Jahren ausgeglichen sind. Das Defizit der vergangenen Jahre im Ergebnishaushalt addiert sich auf 7,5 Millionen Euro. Hassl hofft, dass die Stadt das bis 2020 abgebaut haben wird.

Die Investitionen

• 1,1 Mio. Euro Stadtsanierung II

• 1,0 Mio. Euro P+R-Anlage Ost

• 700.000 Euro Lokschuppen

• 650.000 Euro Fuldarenaturierung

• 620.000 Euro Gilfershäuser Straße

• 500.000 Euro Fußwegeverbindung am Bebrabach

• 360.000 Euro Dorferneuerung Asmushausen

• 200.000 Euro Bahnhofsmodernisierung

• 100.000 Euro Zentraler Omnibusbahnhof

• 70.000 Euro Spielplatz Breitenbach

• 50.000 Euro Funpark

Schuldenstand

Der Schuldenstand (Darlehen) in der Eisenbahnerstadt steigt von 13,2 Mio. Euro in diesem Jahr auf 17,2 Mio. Euro Ende 2016. „Wer nicht investiert, verliert“, sagte Hassl dazu und schränkte sogleich ein, jetzt müsse man bei neuen Großprojekten etwas auf die Bremse treten.

Abwasserbetrieb

Bürgermeister Hassl legte auch die Wirtschaftspläne des Abwasser- und des Bäderbetriebs vor. Hauptsächlich in Regenwasserkanäle werden 2016 wieder rund eine Million Euro investiert. Die Zusammenarbeit mit Ronshausen habe sich positiv entwickelt, sagte Hassl. Die Nachbarkommune zahlt für die Nutzung der Kläranlage 200.000 Euro im kommenden Jahr.

Biberbad

Beim Biberbad rechnet die Stadt erneut mit einem Verlust von 272.000 Euro, denn aus dem Kartenverkauf kommen nur rund 35.000 Euro herein. Mit 270.000 Euro aus der Gewinnausschüttung der Stadtwerke GmbH rechnet sich aber auch der Bäderbetrieb. Neue Spielgeräte sollen für 30 000 Euro angeschafft werden.

Etat in Zahlen

Ergebnishaushalt

(laufende Verwaltung)

Aufwendungen 23,94 Mio. €

Erträge 23,99 Mio. €

Überschuss 47.000 €

Höchstbetrag der Kassenkredite (vergleichbar dem

Überziehungskredit) 6 Mio. €

aktuell ausgeschöpfter

Kassenkredit 350.000 €

Finanzhaushalt

(Investitionen)

Investitionen 8.54 Mio. €

Neuverschuldung 4,7 Mio. €

Schulden Ende 2016 17,2 Mio. €

Pro-Kopf-Verschuldung zum 31.12.2016 1200 €

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