Rotenburg verliert, Bebra gewinnt

Bevölkerungsrückgang: 129 Einwohner weniger in Hersfeld-Rotenburg

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Grund für die stark rückläufigen Bevölkerungszahlen in Kirchheim: Die Flüchtlingsunterkunft schloss im Frühjahr 2016. Unser Symbolfoto zeigt Hilfesuchende in der Erstaufnahme in Gießen.

Hersfeld-Rotenburg. Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg lebten nach Angaben des Statistischen Landesamtes im vergangenen Jahr 129 weniger Menschen als noch 2015. Das entspricht einem leichten Rückgang um 0,1 Prozent.

Nach Auskunft des Statistischen Landesamtes haben im Jahr 2016 insgesamt 121 037 Menschen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gelebt. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen geringen Rückgang um 129 Einwohner (minus 0,1 Prozent). Den größten Bevölkerungsschwund hat Kirchheim zu verzeichnen, den größten Zuwachs Bad Hersfeld. Der Überblick:


Alheim: 4970 Einwohner, minus 15 Einwohner (0,3 Prozent) im Vergleich zu 2015
Bad Hersfeld: 29615 Einwohner, plus 499 (1,7 Prozent)
Bebra: 13 963 Einwohner, plus 75 (+ 0,5 Prozent)
Breitenbach am Herzberg: 1752 Einwohner, minus 2 (0,1 Prozent)
Cornberg: 1413 Einwohner, plus 6 (0,4 Prozent)
Friedewald: 2392 Einwohner, minus 28 (1,15 Prozent)
Hauneck: 3190 Einwohner, plus 15, (0,4 Prozent)
Haunetal: 2954 Einwohner, plus 11 (0,4 Prozent)
Heringen: 7306 Einwohner, plus 12 (0,2 Prozent)
Hohenroda: 3126 Einwohner, plus 12 (0,4 Prozent)
Kirchheim: 3516 Einwohner, minus 577 (14,1 Prozent)
Ludwigsau: 5595 Einwohner, plus 65 (1,2 Prozent)
Nentershausen: 2667 Einwohner, minus 11, (0,4 Prozent)
Neuenstein: 2952 Einwohner, minus 64 (2,1 Prozent)
Niederaula: 5357 Einwohner, minus 20 (0,4 Prozent)
Philippsthal: 4188 Einwohner, plus 32 (0,8 Prozent)
Ronshausen: 2298 Einwohner, minus 38 (1,6 Prozent)
Rotenburg: 14 349 Einwohner, minus 62 (0,4 Prozent)
Schenklengsfeld: 4415 Einwohner, minus 112 (2,5 Prozent)
Wildeck: 5019 Einwohner, plus 73 (1,5 Prozent)

Auffällig ist vor allem der starke Rückgang in Kirchheim. Hauptgrund sind die zurückgehenden Flüchtlingszahlen. Im Motel-Center in Kirchheim lebten 2015 zwischenzeitlich 500 Flüchtlinge. Die Bewohner der beiden Erstaufnahmeeinrichtungen in Rotenburg und Kirchheim wurden nach einer melderechtlichen Umstellung ab Dezember 2015 als Einwohner der jeweiligen Kommunen gezählt. Das Aus der Kirchheimer Erstaufnahme im Frühjahr 2016 schlägt sich somit in den Bevölkerungszahlen nieder: Lebten 2015 in Kirchheim noch 726 nicht deutsche Einwohner, waren es im Jahr darauf nur noch 164.

In Rotenburg, wo es mit der Alheimer-Kaserne weiterhin eine Erstaufnahme gibt, ist hingegen der Anteil ausländischer Bewohner leicht gestiegen: von 1782 auf 1833.

Neben dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg gab es nach Auskunft der Statistiker in Wiesbaden nur noch drei weitere Landkreise mit rückläufigen Bevölkerungszahlen: Marburg-Biedenkopf (minus 0,1 Prozent), Vogelsbergkreis und Odenwaldkreis (beide minus 0,5 Prozent). Der Landdurchschnitt bleibt hingegen positiv: plus 0,6 Prozent. Spitzenreiter sind die Stadt Darmstadt (plus 1,3 Prozent), der Main-Taunus-Kreis und die Stadt Gießen (jeweils plus 1,2 Prozent). Hessenweit ist die Bevölkerungszahl auf 6,213 Millionen gestiegen. Das entspricht einem Plus von 37 900 (0,6 Prozent). Zum Vergleich: Im Zeitraum von 2014 auf 2015 fiel die Zunahme mit 82 000 Menschen (1,4 Prozent) noch wesentlich höher aus.

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