Bewährt auch bei minus 15 Grad

Bilanz der Feuerwehren Bebra: Material in Ordnung, aber Investitionen erforderlich

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Auf einen Blick: Die geehrten und ausgezeichneten Feuerwehrkameraden in der gemeinsamen Jahreshauptversamlung der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bebra in der Aula der Beruflichen Schulen mit den Gästen und Vorstandsmitgliedern. Fotos: Vöckel

Bebra. Feuerwehrschutzkleidung kann gefrieren – diese Erfahrung machten Einsatzkräfte der Bebraer Feuerwehren bei einem Brand in Rautenhausen. Wie Stadtbrandinspektor Manuel Koch in der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Bebraer Feuerwehren in der Aula der Beruflichen Schulen berichtete, war es am Einsatztag im Januar mit minus 15 Grad bitter kalt.

Trotz der schwierigen Bedingungen sei es den 62 Kameraden gelungen, das Feuer zu löschen und ein Übergreifen auf das Nachbargebäude zu verhindern. Nach sechs Stunden Einsatz hatten sie die Lage unter Kontrolle, das Feuer gelöscht und das Nachbargebäude vor größerem Schaden bewahrt. Die Bewohner des Hauses hätten sich mehrfach bedankt und betont: „Gut, dass es euch gibt“, sagt der Stadtbrandinspektor. Ihre Einsatzbereitschaft hätten die Bebraer Wehren auch bei einer großen Übung in der Gemarkung von Braunhausen unter Beweis gestellt. Angenommen wurde, dass ein älterer Mann mit seinen ortsunkundigen Enkeln auf einer Abenteuertour verunglückte. Der Mann musste gesucht, geborgen und versorgt werden. Diese Aufgabe sei von den 56 Einsatzkräften mit Unterstützung durch die Rettungshundestaffel Rotenburg und einer Polizeistreife in dreieinhalb Stunden gut gelöst worden.

Bei zwei Kameraden bedankte sich Manuel Koch: Florian Bode und Tobias Rosier. Sie hätten gelungene Internetseiten der Feuerwehr erstellt und würden diese auch pflegen.

Auf einen Blick: Die geehrten und ausgezeichneten Feuerwehrkameraden in der gemeinsamen Jahreshauptversamlung der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bebra in der Aula der Beruflichen Schulen mit den Gästen und Vorstandsmitgliedern. Fotos: Vöckel

Die Feuerwehr Bebra befinde sich mit dem derzeitigen Material voll und ganz im Rahmen der Feuerwehr-Organisationsverordnung, jedoch nicht auf dem aktuellen Stand der Wehrtechnik. In den kommenden Jahren müssten Investitionen getätigt werden, um die Brandschützer wieder auf ein modernes Niveau zu heben.

Für dieses Jahr kündigte der Stadtbrandinspektor die Anschaffung neuer Brandschutzkleidung, Handlampen, Kennzeichnungswesten und Co-Warner an. Bei zwölf Einsatzabteilungen sei es eine Herausforderung, bedarfsgerecht Ersatz- und Neubeschaffungen zu tätigen. Eingetroffen sei ein Förderbescheid des Landes Hessen für ein neues Hilfsleistungslöschfahrzeug (HLF) in Bebra. Auch die Wehr in Asmushausen soll ein neues Fahrzeug erhalten.

Stolz auf Leistungsfähigkeit

„Die Stadt Bebra ist stolz darauf, eine so leistungsfähige Feuerwehr zu haben“, versicherte der Erste Stadtrat Bernd Holzhausen. Gern würde die Stadt ihre Feuerwehren optimal ausstatten, doch sie müsse wegen den finanziellen Anforderungen zwischen „wünschenswert wollen“ und „erforderlich machbar“ unterscheiden.

Gewürdigt wurden Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit der Bebraer Feuerwehren auch von Landrat Dr. Michael Koch und Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar. Lesen Sie mehr zu diesem Thema in der gedruckten Ausgabe unserer Zeitung oder im E-Paper.

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