Biergarten und Livemusik am Lokschuppen bleibt

Bittere Absage: Veranstaltungsreihe „Mittwochs in Bebra“ nicht in der Innenstadt

Der Platz am Mikrofon bleibt leer – zumindest in der Bebraer Innenstadt. Die Veranstaltungsreihe „Mittwochs in Bebra“ wird aufgrund der steigenden Inzidenzwerte im Kreis weiterhin nur am Lokschuppen (Foto) stattfinden. Auf dem Platz am Bahnhof soll es nun allerdings Einlasskontrollen geben.
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Der Platz am Mikrofon bleibt leer – zumindest in der Bebraer Innenstadt. Die Veranstaltungsreihe „Mittwochs in Bebra“ wird aufgrund der steigenden Inzidenzwerte im Kreis weiterhin nur am Lokschuppen (Foto) stattfinden. Auf dem Platz am Bahnhof soll es nun allerdings Einlasskontrollen geben.

Am Lokschuppen feierte die Veranstaltungsreihe „Mittwochs in Bebra“ bereits Erfolge, auch in der Innenstadt sollten es Livemusik und eine Flaniermeile geben – doch daraus wird nichts.

Bebra – Aufgrund der steigenden Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis hat die Bebraer Stadtentwicklung SEB die geplante Veranstaltung in der Innenstadt gestrichen. Am Lokschuppen soll es weiter Livemusik geben, allerdings mit Blick auf die Pandemieentwicklung mit Auflagen.

„Das ist wirklich bitter, wir haben uns darauf gefreut. Ich glaube, alle haben sich darauf gefreut“, sagt Dirk Lorey von der SEB über die Absage. Weil der Inzidenzwert Ende vergangener Woche über die 50er-Grenze hinausgeschossen ist, bleibe den Veranstaltern keine andere Wahl: „Wir müssen die Sicherheit der Gäste gewährleisten.“ In der Innenstadt ließe sich die Zahl der Besucher bei einem Andrang nur schwer kontrollieren. Erlaubt sind laut Allgemeinverfügung des Landkreises, die vorerst bis zum 12. September gilt, Veranstaltungen im Freien mit bis zu 500 Personen. Geimpfte und Genesene werden nicht mitgezählt.

Von der Absage betroffen sind neben der morgigen Auftaktveranstaltung auch die Termine am 1. und 8. September. „Das gesamte Innenstadtkonzept ist gestrichen“, sagt Lorey. Das sei auch für die dortige Gastronomie und den Einzelhandel eine Enttäuschung, für die „Mittwochs in Bebra“ eine Belebung nach der Pandemie-Durststrecke gebracht hätte. Die geplanten drei Veranstaltungstage mit zwei Bühnen und Einzelhandelsflohmarkt seien positiv aufgenommen worden – auch, wenn sich nicht alle Geschäfte mit Blick auf das nötige zusätzliche Personal hätten beteiligen können.

Künftig Einlasskontrollen im Biergarten am Bahnhof

Immerhin: Große finanzielle Lücken reiße die Absage bei der SEB nicht. Bisher seien vor allem Werbekosten im niedrigen dreistelligen Bereich angefallen, heißt es auf Nachfrage. Die Verträge mit den Künstlern seien bereits unter dem Vorbehalt, dass Corona die Pläne durchkreuzen könnte, geschlossen worden. Die Auftritte der Bands, darunter auch das Duo Absolut Unplugged, das in Bebra dank Auftritten in der Vergangenheit eine Fangemeinde hat, sollen nachgeholt werden. Lorey appelliert: „Aus Sicht der SEB gibt es nur eine Lösung zur dauerhaften Bewältigung der Corona-Krise: Impfen lassen.“

Weitergehen soll „Mittwochs in Bebra“ am Lokschuppen – künftig aber mit Einlasskontrollen. So soll verhindert werden, dass es zu großen Menschenansammlungen kommt. Geschäftsführer Matthias Bähr plant für den Biergarten einen abgesperrten Bereich am Bahnhof mit Bänken für 350 Gäste. Ein Negativtest ist nicht nötig. Ein Bereich für den Fußgängerverkehr vom und zum Bahnhof wird freigehalten.

Hessenfernsehen ist in Bebra zu Besuch

Für den morgigen Mittwoch haben sich Reporter der Hessenschau für einen Besuch in Bebra angekündigt. Die Eisenbahnerstadt ist eine von sieben Stationen auf der sogenannten Sommertour der HR-Sendung, bei es darum geht, wie sich die Kommunen gegen die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf ihre Innenstädte stemmen. Laut Pressemitteilung des Senders wird dabei ab 19.30 Uhr die Hälfte der Sendung aus Bebra gestaltet. Die Stadt verpasse nun leider die Chance, sich „besonders schön zu präsentieren“, heißt es von der SEB.

„Es wäre ratsam, frühzeitig zu kommen“, sagt Bähr, der beim morgigen Auftritt des Sängers Ben Black ab 18 Uhr mit vielen Besuchern rechnet. „Wenn es so voll wird wie vor zwei Wochen, kann ich nicht alle reinlassen.“ Der Geschäftsführer betont, dass „extrem stark auf Hygiene-Regeln“ geachtet werde. So würden Gläser etwa nur maschinell und nicht mit der Hand gespült. „Bebra hat hohe Inzidenz-Zahlen, aber das Gesundheitsamt weiß, dass die nicht aus dem Lokschuppen kommen.“ Besucher müssen im Biergarten entweder per Luca-App einchecken oder ihre Kontaktdaten per Zettel hinterlegen. (Clemens Herwig)

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