Bürgermeisterwahl im September

Stefan Knoche geht  ins Rennen ums Bebraer Rathaus

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Stefan Knoche tritt bei der Bürgermeisterwahl im September in Bebra an.

Bebra. Bei der Bürgermeisterwahl in Bebra haben die Wähler tatsächlich eine Wahl: Stefan Knoche von der Stadtentwicklung will gegen Bürgermeister Uwe Hassl antreten. 

Lange waberte es als Gerücht durch die Eisenbahnerstadt, jetzt ist es offiziell: Stefan Knoche (parteilos), Chef der Bebraer Stadtentwicklung SEB, stellt sich am 8. September als Bürgermeiser zur Wahl. Damit bekommt Amtsinhaber Uwe Hassl Konkurrenz aus dem eigenen Haus.

„Jeder Stillstand bedeutet in der heutigen Zeit gnadenlos Rückschritt“, so der 46-jährige Knoche. „Wir haben in Bebra so viel erreicht. Wir haben uns gemeinsam zu einer Vorzeigestadt entwickelt. Das alles ist aber schon in einigen Jahren nicht mehr viel wert, wenn wir in unserem Engagement nachlassen.“ Die Position des Bürgermeisters biete die besten Möglichkeiten: „Die Entwicklung unserer Stadt und ihrer Stadtteile endet nicht mit der gelungenen Sanierung der Innenstadt.“

Der gebürtige Sauerländer ist Diplom-Geograf und arbeitet seit 2004, mit knapp zweijähriger Unterbrechung, im Stadtmarketing und Stadtentwicklung Bebra. Knoche ist Wahl-Bebraner, verheiratet und hat zwei Kinder.

Bürgermeister Uwe Hassl hatte bereits im Januar im Interview mit unserer Zeitung erklärt, dass er erneut kandidieren wird. 

Parteien halten sich bedeckt

„Es wäre schön, wenn es Gegenkandidaten geben würde“, hatte Uwe Hassl im Januar im Interview mit unserer Zeitung gesagt. Der Wunsch des Bebraer Bürgermeisters, der sein Amt bei der Wahl im September verteidigen will, ist in Erfüllung gegangen: Stefan Knoche, bisher Chef der Stadtentwicklung, möchte im Rathaus in das Stockwerk mit dem Chefsessel wechseln. Weil Fairness und Respekt auch im Wahlkampf unabdingbar seien, habe er den Bürgermeister vor allen anderen über seine Kandidatur informiert, so Knoche in einer Pressemitteilung. Er betont: Er sehe sich als Teamplayer und nicht als Einzelkämpfer. Beide bisher bekannten Kandidaten sind parteilos. Wir haben uns in Bebras politischer Landschaft nach weiteren möglichen Bewerbern umgehört.

Die CDU

 Die Christdemokraten halten sich mit Äußerungen zur Bürgermeisterwahl noch zurück: Am kommenden Montag stehe das Thema Kandidatur aus den eigenen Reihen oder die eventuelle Unterstützung eines anderen Bewerbers auf dem Programm der Fraktionssitzung, so Stadtverbandsvorsitzender Friedhelm Claus. „Bevor wir uns öffentlich äußern, warten wir aber zunächst die anstehende Mitgliederversammlung ab“, sagt der Parlamentarier. 

Die SPD

 „Wir wollen niemanden in den eigenen Reihen bedrängen, zu kandidieren“, sagt SPD-Fraktionschef Gerhard Schneider-Rose. Nach einem Gespräch im Stadtverbandsvorstand habe sich die Bebraer SPD daher dazu entschlossen, keinen Kandidaten aufzustellen. „Das ist eine Ochsentour mit viel emotionalem, finanziellen und zeitlichem Aufwand“, so Schneider-Rose weiter. Die etablierten Parteien hätten derzeit ohnehin einen schweren Stand, man wolle niemanden verheizen. In der gegenwärtigen Situation könnte ein parteiungebundener Kandidat, der von den Fraktionen unterstützt wird, daher durchaus die beste Lösung sein. Welchen Kandidaten die Sozialdemokraten unterstützen würden, sagte der Fraktionsvorsitzende nicht.

Gemeinsam für Bebra

 „Es sieht im Moment nicht so aus, als hätte Gemeinsam für Bebra einen eigenen Kandidaten“, sagt Sprecher Robert Cavalier. Daran werde sich voraussichtlich auch nichts ändern. Als unabhängige Wählergruppe sei man derzeit noch sehr zurückhaltend mit der Unterstützung eines Bewerbers. „Bei uns gibt es aber keinerlei Fraktionszwang“, so Cavalier. Jeder Vertreter sei nur seinem eigenen Gewissen verpflichtet. 

Die FWG

 Keine Überraschung bei der FWG, den Freien Wählern Gemeinsam mit dem Bürgermeister: „Wir werden Uwe Hassl so gut unterstützen wie es geht“, sagt Ingrid Ehlert. Das stehe seit längerem fest, „ohne dass wir uns die Entscheidung einfach gemacht haben“, so die Stadtverordnete. Einen eigenen Kandidaten schicke die FWG daher nicht ins Rennen. 

FDP/BFB

 „Keiner von uns beiden will kandidieren“, sagt Heiko Idziaszczyk, der mit René Wucherpfennig die FDP/Bürgerforum Bebra-Fraktion im Parlament stellt. Auch er will abwarten, wer noch seinen Hut in den Ring wirft. Der amtierende Bürgermeister ist für den Fraktionschef allerdings eine Option.

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