600 Christbäume standen in Flammen: Feuerwehr Bebra verbrannte Bäume bei Freiluftparty

+
Feuerspektakel mit Tradition: Gemeinsame Weihnachtsbaumverbrennung in Bebra

Bebra. Es ist eine Tradition, die die Bebraner liebgewonnen haben: Das alljährliche Weihnachtsbaumverbrennen. Jetzt war es wieder so weit. 600 Bäume sammelte die Feuerwehr ein, die gemeinsam angezündet wurden.

Es ist kurz vor halb sechs am Samstagabend, als zwei Bebraer Feuerwehrmänner den brennenden Inhalt eines metallenen Feuertopfes an den Fuß des Berges aus Tannenbäumen kippen. Wenige Minuten darauf steht der Berg in Flammen, und mit glänzenden Augen wärmen sich Kinder und ihre Eltern an dem großen Feuer.

Das festliche Entfachen der Bebraer Tannenbäume auf einem Acker oberhalb des Friedhofs hat Tradition und lockt Jahr für Jahr vor allem Familien an, die sich schon vorher an der Scheune nebenan an Bratwurst, Limonade und Glühwein erfreuen.

Bei der Weihnachtsbaumverbrennung waren auch Judith Riebold, Andrea Baron-Langheld, Jenny Forth, Katja Schmidt mit Amelie, Jule, Johanna und Luisa dabei.

Für die Feuerwehrleute bildet es den Abschluss eines arbeitsreichen Tages, an dem sie im Stadtgebiet mehr als 600 Weihnachtsbäume eingesammelt haben. Mehr als 30 Kräfte der Einsatzabteilung sowie die wenigen Mitglieder der Jugendfeuerwehr waren in diesem Jahr bei der Aktion im Einsatz, berichtet Jugendfeuerwehrwart Manuel Schöße. Mit zwei Traktoren und einem Unimog samt Anhänger sowie zwei von der Firma Beisheim geliehenen Lastwagen waren sie in der Stadt unterwegs und sammelten gegen Spenden die Weihnachtsbäume ein. Fast 50 Jahre alt ist diese Tradition in Bebra. Der Feuerwehr-Vorsitzende Matthias Kaiser erinnert sich, wie er als Kind auf dem Laster mitfuhr. Damals wurde das Gehölz noch zum Bauhof gebracht, bevor sich vor über zehn Jahren das festliche Feuer etablierte. Manchmal hatten die Feuerwehrleute mit Regen zu kämpfen, oder Lokführer beschwerten sich über schlechte Sicht durch den Rauch auf der nahen Bahnlinie.

War die Aktion früher Sache der Jugendfeuerwehr, sind heute aufgrund der dünnen Personaldecke die Erwachsenen im Einsatz. Die Nachwuchssorgen bedrücken die Feuerwehrleute. Nur drei Mitglieder hat die Jugendfeuerwehr momentan.

Hoffnung macht da die Kinderfeuerwehr mit über 20 Mitgliedern. Sie für den Wechsel in die Jugend zu begeistern, das sei die große Herausforderung, sagt Manuel Schöße. Die gesammelten Spenden kommen daher in diesem Jahr der Kinderfeuerwehr zugute.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.