Fünf Meter hoch

Der doppelte Wasserturm: Bebra baut Wahrzeichen als Spielplatzrutsche nach

Hier soll er hin: Sarah Heller vom Fachdienst Generationen zeigt, wie der zweite Wasserturm einmal aussehen soll. Der neongelbe Punkt im Hintergrund ist Stefan Reinhardt vom Bebraer Bauamt: Er steht dort, wo die spaßige Kopie des Wahrzeichens als erste Highlight des Stadtumbaus in die Höhe wachsen soll.
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Hier soll er hin: Sarah Heller vom Fachdienst Generationen zeigt, wie der zweite Wasserturm einmal aussehen soll. Der neongelbe Punkt im Hintergrund ist Stefan Reinhardt vom Bebraer Bauamt: Er steht dort, wo die spaßige Kopie des Wahrzeichens als erste Highlight des Stadtumbaus in die Höhe wachsen soll.

Den Wasserturm in Bebra gibt es bald zweimal: Die Stadt lässt ihr Wahrzeichen als Rutschenturm auf dem Spielplatz an der Grimmelsbergstraße im Göttinger Bogen nachbauen.

Bebra - Die ersten Bagger sollen am 6. Dezember rollen – die Eisenbahnerstadt beschenkt sich also zum Nikolaustag quasi selbst. Die Neugestaltung des Spielplatzes ist auch der Startschuss des millionenschweren Städtebauförderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ im Göttinger Bogen und der nordwestlichen Kernstadt.

Geplant ist eine gut fünf Meter hohe Konstruktion aus Robinienholz plus Kuppel mit zwei Rutschen aus Edelstahl, die dem Original sehr ähnlich sehen soll. Gebaut wird die Sonderanfertigung von der Firma Spielart aus Laucha – das Unternehmen aus dem thüringischen Landkreis Gotha hat sich einem Namen mit der „Herstellung abenteuerlicher Spielgeräte“ aus dem heimischen Holz gemacht, das als sehr widerstandsfähig gilt.

Das Original steht an der Oststraße nach Weiterode und ist ein beliebtes

Damit der Turm gut zur Geltung kommt und das Rutschen mehr Spaß macht, wird er auf einen Hügel auf dem Spielplatzgelände gebaut, der dafür zunächst vom Bauhof gerade gezogen wird. „Etwa 20 Zentimeter Erde kommen weg und werden im Auslaufbereich der Rutschen wiederverwendet“, erklärt Stefan Reinhardt. Der 41-jährige aus Hohenroda ist im Juli von Hessen Mobil ins Bebraer Bauamt gewechselt und nun unter anderem für die Spielplätze und öffentlichen Flächen der Biberstadt zuständig. Der Aufbau soll eine Woche dauern.

Apropos Biber: Auch eine Behausung des Bebraer Wappentiers war als Vorlage im Gespräch. Da der Spielplatz unweit von Bahngleisen liegt, fiel die Entscheidung auf die Wasserturm-Rutsche, so Uli Rathmann vom Fachdienst Generationen. Die Pläne hatten auch für Zustimmung bei Eltern und Kindern sowie dem Arbeitskreis Siedlung Göttinger Bogen gesorgt. „Der Wasserturm wird als Leuchtturmprojekt wahrgenommen“, so Rathmann.

Die Kosten für den ersten Bauabschnitt auf dem Spielplatz liegen bei etwa 220 000 Euro. Die Förderung beträgt mindestens 70 Prozent. Das Geld fließt nicht allein in den zweiten Wasserturm, sondern auch in einen Wasserspielplatz und einen Niedrigkletterseilgarten. Die Arbeiten sollten ursprünglich bereits dieses Jahr abgeschlossen werden, verzögerten sich aber durch die Insolvenz eines beteiligten Bebraer Unternehmens. Nun soll zumindest der Rutschenturm noch vor Weihnachten stehen. In einem weiteren Bauabschnitt soll der Spielplatz im Nordosten erweitert werden – dort, wo jetzt noch Parkplätze sind. Auch bei dieser Planung werden die Bürger beteiligt.

Von Clemens Herwig

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