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Deutschlandpremiere: Tiefe Stimme von Alexander Eder begeisterte Bebra

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Von: Wilfried Apel

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Auf einer Welle der Begeisterung im ausverkauften Bebraer Lokschuppen: Alexander Eder, der schon 2018 bei „Voice of Germany“ begeisterte und jetzt auf dem Weg nach oben ist.
Auf einer Welle der Begeisterung im ausverkauften Bebraer Lokschuppen: Alexander Eder, der schon 2018 bei „Voice of Germany“ begeisterte und jetzt auf dem Weg nach oben ist. © Wilfried Apel

„Was für ein denkwürdiger Abend!“, freute sich Lokschuppen-Chefentertainer Matthias Bähr mit dem angehenden Shooting-Star Alexander Eder und dessen vierköpfiger Band, als er im ausverkauften Lokschuppen in Bebra die von überallher angereisten Fans grüßte 

Bebra – Max Philippent sei Dank, der den heißen Tipp gab. Und Matthias Bähr, der den Niederösterreicher Alexander Eder zu seinem allerersten großen Konzert nach Deutschland holte. Und natürlich dem angehimmelten, angehenden Shooting-Star, der mit seiner Band sieben Stunden lang nach Bebra fuhr, um an einem denkwürdigen Abend aus ganz Deutschland angereiste junge Fans, aber auch junggebliebene ältere Semester, im Lokschuppen mit einer tollen Show zu begeistern.

Voice-of-Germany-2018-Teilnehmer, selbstbewusster Sänger mit tiefer Stimme, außergewöhnliche Performance und Charisma – das konnte man über ihn lesen. Von Insidern konnte man erfahren, dass der 23-Jährige bei TikTok weit über zwei Millionen Follower hat, die seine Videos schon über 20 Millionen mal angeklickt haben. Wenn man Eder dann allerdings live erlebt, ist alles nur noch mitreißend und schön. Zum Mitsingen, Mitfeiern, Mitfreuen, Mit-dem-Sänger-in-die-Luft-Springen.

Dem 20-jährigen Finn-Jakob Overhage aus Ennigerloh bei Münster war das schon vorher klar. Er ist angereist, um den Star zum 40. Mal zu erleben: „Bei Eders erstem Konzert in Österreich bin ich süchtig geworden, und ich freue mich total, dass ich ihn jetzt auch in Deutschland erleben kann.“ Seit 13 Uhr hat der junge Mann vor dem Lokschuppen gewartet, um als Erster vor die Bühne zu stürmen, die, als das Event mit einer Lasershow beginnt, vor allem von jungen Frauen umlagert ist.

Dann kommen Eders vier Jungs und der Star des Abends. Im Aussehen Ben Affleck ähnelnd begrüßt er das Publikum nach dem ersten Song „Unsterblich“ mit unüberhörbarem, charmanten österreichischen Akzent: „Vielen Dank, dass ihr alle da seid’s. Lasst’s uns zwei Stunden eskalieren!“ Und dann geht’s so richtig los: „Ich will alles, nur kein Liebeslied“. Alle Händen gehen nach oben, Eder zelebriert die „Pocahontas“, er singt, springt, schwitzt und fragt: „Geht noch einer?“ Natürlich. Die Hände gehen von links nach rechts, auf den „Lazy-Song“ folgt „Ausgehen“, und dann steht er im T-Shirt da. Nach „Ich lauf mich frei“ kündigt er etwas Emotionales an. Für alle, die es „Wie Du“ nur einmal gibt, sollen Handys leuchten, soll gesungen werden. „Wo sind die Männer?“, ruft er, „wo sind die Frauen?“

Auf „2004“ folgen die adaptierten und mit Riesenbeifall bedachten „Hollywood Hills“ von Sunrise Avenue, wenig später „Lass uns tanzen“, bei dem alle von rechts nach links und in die Gegenrichtung springen, schließlich „Expresso und Tschianti“, bei dem alle Bewegungen ganz plötzlich eingefroren werden. Trotz alledem steigt das Stimmungsbarometer nach einem Rock’n-Roll-Medley, bei dem Eder ein Bad in der Menge nimmt, unaufhörlich an: „Bebra, ihr habt’s nicht alle Tassen im Schrank. Wir auch nicht. Das ist gut so. Wir sind ganz normal gestört!“ Nach dem gleichnamigen Hit singt der alles gebende Austria-Man den Bandmitgliedern und dem Publikum ein Hohelied auf die Freundschaft und darauf, dass er bleibt, wie er ist.

Verabschiedung, Zugabe-Rufe, alles „Nur für diesen Moment“, ja und dann zieht er sich endlich sein T-Shirt über den Kopf, röhrt in all seiner Begehrlichkeit „I’m Beggin‘ You“ und schließt mit der Band – nach einem spontanen Layla-Einsprengsel – mit der gefeierten, tröstlichen Feststellung: „Alle guten Dinge im Leben sind frei.“

Schnipsel werden in die Luft geschossen, Bühnenfotos gemacht, After-Show-Party ist angesagt, die tief in der Nacht in kleinerem Kreis endet. In Matthias Bährs Poesie-Album schrieb Eder übrigens: „Danke für alles! Nicht nur, dass wir unser erstes Konzert in Deutschland hier feiern durften, sondern auch für die liebe Betreuung und den perfekt durchgeplanten Abend. Ihr seid der Hammer!“ (Wilfried Apel)

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