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Die „Hessenstube“ ist nach Bebra umgezogen

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Von: Wilfried Apel

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Ein Hoch auf den gelungenen Umzug der Hessenstube in das Inselgebäude des Bebraer Bahnhofs: Geschichtsvereinsvorsitzender Gerhard Rabe (vorne links) mit Ehrengästen und Geschichtsfreunden aus der ganzen Region.
Ein Hoch auf den gelungenen Umzug der Hessenstube in das Inselgebäude des Bebraer Bahnhofs: Geschichtsvereinsvorsitzender Gerhard Rabe (vorne links) mit Ehrengästen und Geschichtsfreunden aus der ganzen Region. © Wilfried Apel

So wie zu alten Isenbähner-Zeiten wird das Ganze natürlich nicht über die Bühne gehen. Aber man kann tatsächlich seit ein paar Tagen mit dem Zug zur kleinen, aber feinen „Hessenstube“ fahren.

Bebra – Wer sich mit Heimat- und Regionalgeschichte beschäftigt, bräuchte sich eigentlich nicht zu wundern, wenn er im Bebraer Bahnhof ab sofort wie folgt per Lautsprecherdurchsage begrüßt würde: „Achtung an Gleis 3: Die als „Hessenstube“ bekannte regionalgeschichtliche Bibliothek des Geschichtsvereins Altkreis Rotenburg hatte Einfahrt nach Bebra. Sie ist im Nordflügel des Inselgebäudes untergebracht und jeden Donnerstagnachmittag von 13.30 bis 17 Uhr für Sie geöffnet. Wir wünschen einen angenehmen und erfolgreichen Aufenthalt.“

Weil der Landkreis in Rotenburg Platz für die Albert-Schweitzer-Schule brauchte und in der ehemaligen Kreisstadt kein Ausweichquartier für die bislang im Medienzentrum des Kreises angesiedelte Spezialbibliothek gefunden werden konnte, nahm der Geschichtsvereinsvorstand das Angebot der Stadtentwicklungsgesellschaft Bebra an, die „Hessenstube“ in das über geeignete und barrierefrei erreichbare Räumlichkeiten verfügende Inselgebäude zu verlagern.

An der nördlichen Gleis-3-Seite des Inselgebäudes zu finden und jeden Donnerstagnachmittag geöffnet: Ulrike Salzmann und Sabine Sindermann zeigen, wo man klingeln muss.
An der nördlichen Gleis-3-Seite des Inselgebäudes zu finden und jeden Donnerstagnachmittag geöffnet: Ulrike Salzmann und Sabine Sindermann zeigen, wo man klingeln muss. © Wilfried Apel

„Wir freuen uns sehr, dass wir hier so unbürokratisch und herzlich aufgenommen worden sind“, sagte Geschichtsvereinsvorsitzender Gerhard Rabe, als er am Sonntag zusammen mit Schatzmeister Reinhold Salzmann im Rahmen einer kleinen Feierstunde Vereinsmitglieder, Landrat Torsten Warnecke, Bebras Bürgermeister Stefan Knoche und Rotenburgs Erster Stadtrat Claudius Nölke sowie Natascha Helbig und Melanie Schütt als bei früheren Arbeitsaufenthalten und beim Umzug hilfreiche Mitarbeiterinnen des Medienzentrums in den neuen Räumlichkeiten begrüßte und zum Rundgang einlud.

„Der Umzug ist nicht, wie man mitunter schon hört, gegen Rotenburg gerichtet. Aber an unserem alten Standort hat sich einfach kein passender Platz gefunden, und ein Umzug in das in Bad Hersfeld angesiedelte Interkommunale Archiv Nordhessen erschien uns aus Mitgliedersicht als eher nicht so ideale Lösung“, erklärte Rabe.

Ein herzliches Dankeschön für die große Hilfe beim Umzug: Gerhard Rabe und Reinhold Salzmann (rechts) mit Natascha Helbig (links) und Melanie Schütt vom Medienzentrum Hersfeld-Rotenburg
Ein herzliches Dankeschön für die große Hilfe beim Umzug: Gerhard Rabe und Reinhold Salzmann (rechts) mit Natascha Helbig (links) und Melanie Schütt vom Medienzentrum Hersfeld-Rotenburg © Wilfried Apel

Hausherr Stefan Knoche ging beim Empfang kurz auf das Werden des Projekts ein und unterstrich in seinem Willkommensgruß, dass Bebra und Rotenburg im Halbstunden-Takt miteinander verbunden seien. Ähnlich sah es Landrat Torsten Warnecke, der herausstellte, dass sich der Landkreis der „Hessenstube“ zu jeder Zeit verpflichtet gefühlt habe.

Als Dankeschön für die anlässlich des Umzugs geleistete Arbeit, aber natürlich auch als Ansporn überreichte er Gerhard Rabe die obligatorische Stracke. Der Geschichtsvereinsvorsitzende wiederum erhob das Glas auf eine gute Zukunft und erklärte zusammen mit Reinhold Salzmann, was wo zu finden ist. (Wilfried Apel)

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