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Drachenclub Waldhessen traf sich zum stillen Protest gegen den Ukraine-Krieg in Bebra-Iba

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Von: Wilfried Apel

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 In stillem Protest gegen den Krieg in der Ukraine waren  etwa 100 Besucher mit vielen bunten Drachen auf den Höhen über Iba.
Unter dem Motto „Drachen statt Waffen“ hatte der Drachenclub Waldhessen am Sonntag zum Treffen der Drachenflugfreunde auf die Höhen über der Ibaer Sandkaute eingeladen. In stillem Protest gegen den Krieg in der Ukraine waren im Laufe des Tages etwa 100 Besucher vor Ort. Ältester Teilnehmer dürfte der 80-jährige Werner Herwig (Zweiter von rechts) aus Weiterode gewesen sein. © Wilfried Apel

In Iba versammelten sich Mitglieder des Drachenclubs Waldhessen , um unter dem Leitgedanken „Drachen statt Waffen“ für Frieden am Himmel und natürlich auch auf Erden zu demonstrieren.

Iba – Mit kleinen und großen Demonstrationen, Friedensgebeten und besonderen Aktionen äußern Menschen auf der ganzen Welt ihren Protest gegen den Krieg des russischen Präsidenten gegen das ukrainische Volk. „In Solidarität mit unseren Drachenfreunden in der ganzen Welt zeigen wir Flagge“, sagte Karl-Ulrich Körtel, der Vorsitzende des Drachenclubs, der normalerweise erst am ersten Oktoberwochenende zum Drachenfest auf die Höhen über der Ibaer Sandkaute einlädt.

Einige der rund 100 Besucher hatten tatsächlich Flaggen in den ukrainischen Landesfarben dabei. Die meisten ließen „nur“ ihre Drachen steigen, das aber sehr oft blau-gelb geschmückt. Trotz Kälte und Wind und trotz des traurigen Anlasses, genossen es alle, dass Lurchi, Seepferdchen, Qualle, Fisch und Co. sowie Dreiecks- und Fünfecksdrachen nach langer, coronabedingter Pause mal wieder in bunten Farben am Himmel fliegen konnten.

Natürlich war auch der vom Kasseler Drachenbauer Bernhard Dingwert entworfene „Lurchi“ mit von der Partie.
Natürlich war auch der vom Kasseler Drachenbauer Bernhard Dingwert entworfene „Lurchi“ mit von der Partie. © Wilfried Apel

Die eine oder andere „unbeteiligte“ Familie verlegte sogar ihren Sonntagsausflug auf die Ibschen Höhen, unter ihnen die des 80-jährigen Werner Herwig aus Weiterode, der sich mit Ehefrau, Tochter und Schwiegersohn und deren ganzer Familie aufgemacht hatte. Andere waren sogar noch von weiter her angereist.

Drachenclub-Gründungsmitglied Klaus Gipper hatte Windspiele gebastelt, die er gegen eine Spende für das SOS-Kinderdorf in Kiew abgab. Karl-Ulrich Körtel, der sehr zufrieden mit der Resonanz der Veranstaltung war, kündigte an, dass der Club in seine Vereinskasse greifen und die von ARD und ZDF bekannte Aktion „Deutschland hilft“ der Wohlfahrtsverbände unterstützen werde. Außerdem stehe der Club in Kontakt mit einem aus der Ukraine stammenden, in Polen an der Grenze lebenden Drachenflieger, der Hilfsaktionen organisiert. „Vielleicht können wir auch da helfen“, ergänzte Klaus Gipper, „denn Wind kennt keine Grenzen und Nationen“. (Wilfried Apel)

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