Verhandlungen zogen sich in die Länge

Ehemaliger Toom in Bebra wird Notunterkunft für 400 Flüchtlinge

Wird eine Notunterkunft: Der ehemalige Toom-Baumarkt am Wiesenweg in Bebra soll 400 Flüchtlinge aufnehmen. Foto: Linke

Bebra. Der ehemalige Toom-Baumarkt in Bebra wird wie vorgesehen eine Notunterkunft für Flüchtlinge. Der Kreis Hersfeld-Rotenburg hat das Gelände am Wiesenweg gemietet.

Bereits am Wochenende hatte unsere Zeitung gemeldet, dass die Verhandlungen kurz vor dem Abschluss stehen. Am Montag wurden dann bereits die Schlüssel an den Kreis als Untere Katastrophenschutzbehörde übergeben.

Mit dem Umbau des Gebäudes, das auf einer Etage etwa 5000 Quadratmeter Platz bietet, werden hauptsächlich regionale Firmen betraut, kündigt Landrat Dr. Michael Koch an: „Unser Ziel ist es schnellstmöglich, spätestens jedoch bis Mitte Januar, Unterbringungsmöglichkeiten für zunächst 400 Menschen zu schaffen.“

Das Land Hessen hatte alle Kreise verpflichtet, Unterbringungsmöglichkeiten für 1000 Menschen zu schaffen - sogenannte Überlaufeinrichtungen für die Erstaufnahmen des Landes. „Zusammen mit den Kapazitäten des früheren Herkules-Markes in Bad Hersfeld kommen wir dieser Vorgabe des Landes nach“, sagte Koch. Die Flüchtlinge sollen nur so lange in den Notunterkünften bleiben, bis in den regulären Erstaufnahmeeinrichtungen wieder genug Platz ist.

Der ehemalige Herkules-Markt wird bereits seit 24. November genutzt. Zehn Tage zuvor hatte es in der Kreisstadt und in Bebra Bürgerinformationsveranstaltungen gegeben. In Bebra stellten rund 200 Menschen Fragen zur geplanten Einrichtung.

Die Verhandlungen über den früheren Baumarkt haben sich dann aber noch deutlich in die Länge gezogen. Dabei ging es auch um die Höhe der Miete. Wieviel der Kreis nun für den Toom-Baumarkt zahlt und welche Laufzeit der Vertrag hat, wurde nicht bekannt.

Der einst größte Baumarkt in der Region stand bis auf ein Postverteilzentrum im hinteren Bereich zweieinhalb Jahre lang leer, seitdem Toom gleich nebenan einen neuen Markt gebaut hatte. 2012 war der Markt wegen eines Wasserschadens ein halbes Jahr lang geschlossen. Damals waren große Mengen Schmelzwassers durch das undichte Dach eingedrungen.

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