Erst das be!, jetzt der Lokschuppen

Von der unendlichen zur Erfolgsgeschichte: Hier eine Aufnahme aus einem Ballon, der im vergangenen Jahr beim Fischerfest am Breitenbacher See gestartet ist. Lokschuppen und Schornstein sind hier gut zu sehen. Archivfoto: Achim Meyer/nh

Bebra. Der Lokschuppen II und die anderen historischen Bahnhofsgebäude beschäftigen weiter die Verantwortlichen in Bebra.

Mit großer Mehrheit beschloss das Parlament am Donnerstag, die Sicherung des Lokschuppens samt Schornstein in die Verantwortung der Stadtentwicklung Bebra (SEB) GmbH zu übergeben. Diese befindet sich im Eigentum der Stadt und habe gerade mit dem neuen Einkaufszentrum „das be!“ bewiesen, dass sie ein solches Projekt stemmen könne, sagte Bürgermeister Uwe Hassl.

Der Aufsichtsrat der SEB, dessen Vorsitzender Hassl ist, habe bereits Zustimmung signalisiert.

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Der Eigenanteil der Stadt für die Standsicherung beträgt 90 000 Euro bei einer halben Million Gesamtkosten Der Stadt ist bereis vom Land signalisiert worden, dass es eine Bewerbung um Bundesmittel für die Enwicklung eines nationalen Denkmals Bahnhof Bebra unterstützen wolle. Bis zu 90 Prozent Förderung wird erwartet.

Es scheine ein Glücksfall zu sein, erklärte Roland Soldan (CDU). Man stehe weiterhin dazu, dass der Stadt keine Kosten entstehen sollten. Nun aber gebe es einen konkreten Maßnahmen- und einen Finanzplan. Man stelle die Abstimmung für die Fraktionsmitglieder frei, sagte Soldan.

Gerhard Schneider-Rose (SPD) dankte dem Förderverein Industriedenkmal Bahnhof Bebra, mit dem die Verhandlungen zur Übernahme des Lokschuppens gescheitert waren. Dank richtete er auch an den ehemaligen Bauamtsleiter Manfred Klöpfel, der dafür gesorgt habe, dass die Förderung noch fristgerecht beantragt werden könne. Schneider-Rose äußerte Bedenken, dass Entscheidungen in die SEB verlagert würden. Er war sich aber dennoch sicher, dass das Projekt historischer Bahnhof Bebra am Ende eine Erfolgsgeschichte werden würde. Die lange Vorgeschichte habe dafür gesorgt, dass der Lokschuppen noch nicht abgerissen sei, meinte Klaus Reifschneider (FWG).

Ein Kompliment machte Volkmar Hanf (Gemeinsam für Bebra) allen, die sich engagiert haben. „Wir schaffen Werte“, meinte auch Bernd Holzhauer (SPD). Ihm fehle aber noch der Lokschuppen I, der sich im Eigentum der Bahn befindet.

Bei der namentlichen Abstimmung stimmten 25 Stadtverordnete für die Übernahme durch die SEB, drei dagegen und drei enthielten sich.

Der Bürgermeister hatte noch einmal erklärt, dass ein unbekannter Spender insgesamt 300 000 Euro für den „Erhalt der Seele von Bebra“, der historischen Bahn- samt Inselgebäude, spenden wolle, damit der Bahnhof wieder im alten Glanz erstrahle.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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