Stadtentwicklung will sich für Nordkreis einsetzen

Endlich ist Bebra beim Bahnforum dabei

Das Bild zeigt Stadtentwickler Stefan Pruschwitz (links) und Matthias Bähr  auf der Eisernen Brücke am Bebraer Bahnhof.
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Wollen sich für den Nordkreis einsetzen: Stadtentwickler Stefan Pruschwitz (links) und Matthias Bähr, hier auf der Eisernen Brücke am Bebraer Bahnhof. Die SEB zieht demnächst in das sanierte Inselgebäude, das mittig im Hintergrund zu sehen ist. Bähr ist Chef des Veranstaltungsortes Lokschuppen am Bahnhof Bebra (links im Hintergrund).

Für den Nordkreis will sich Bebras Stadtentwicklungsgesellschaft SEB am Mittwoch, 6. Oktober, beim Beteiligungsforum der Deutschen Bahn zur Neubaustrecke Fulda-Gerstungen einsetzen.

Bebra - „Es wurde auch Zeit“, sagt SEB-Chef Stefan Pruschwitz. Er kritisiert, dass sich die Bahn nur auf Druck bewegt habe und ist erleichtert, dass es nun endlich grünes Licht für die Teilnahme der SEB gibt.

Die Planer des Unternehmens wollen die sogenannten „ernst zu nehmenden Trassenkorridore“ der Neubaustrecke Fulda-Gerstungen vorstellen, die mit einer Breite von einem Kilometer durch den Kreis führen und das Ergebnis eines Vergleichs kleinteiliger Streckenabschnitte sind. Pruschwitz will dem Nordkreis eine weitere Stimme geben und darauf achten, dass eine gute Anbindung für „Bebra und drumherum“ bestehen bleibt – auch wenn man sich „politisch wohl auf Bad Hersfeld als Halt festgelegt hat.“

Die Teilnahme der SEB hing aber zunächst lange in der Schwebe. Die Bebraer Stadtentwicklung wollte bereits in der Veranstaltung Anfang Juli dabei sein – und scheiterte sozusagen an den Türstehern (wir berichteten). 50 Institutionen aus Politik, Wirtschaft, Interessensvertretung, Verwaltung und Verbänden beteiligen sich am Forum. Über neue Mitglieder entscheidet nicht die Bahn, betont das Unternehmen, das Gremium selbst stimme ab. Eine Entscheidung über die SEB wurde vor drei Monaten zunächst aufgeschoben.

In Bebra sorgt es für Sprachlosigkeit, dass Interessenvertreter auf diese Art unliebsame Konkurrenz ausschließen können. Er habe wiederholt drängen müssen, um zumindest beim anstehenden Forum dabei sein zu dürfen, sagt Pruschwitz. „Es ist sehr verwunderlich, dass wir als Stadtentwicklung nicht einfach zugelassen sind.“ Erst Ende September hat die Bahn mitgeteilt, dass die SEB als Teilnehmer akzeptiert wird.

Die Stadtentwicklung gehört auch einem Gesprächskreis aus Geschäftsleuten, Privatpersonen und Politik aus Bebra und der Region an, die den Kampf für einen Fernverkehrshalt im Nordkreis noch nicht aufgegeben haben. Eine Vereinsgründung sei geplant, so Lokschuppen-Geschäftsführer Matthias Bähr. „Als Raum Rotenburg-Bebra müssen wir uns mehr einbringen“, erklärt Stefan Pruschwitz.

Das Beteiligungsforum der Bahn zur Neubaustrecke Fulda-Gerstungen läuft seit gut drei Jahren. Bebra war zweimal mit dem Versuch gescheitert, die Bahn zu einer Streckenführung über die Eisenbahnerstadt zu bewegen.

Clemens Herwig

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