Das Fachabi in der Tasche: Abschluss an den Beruflichen Schulen in Bebra

Das Fachabitur in der Tasche, nach zwölf Jahren die Schule beendet: Darüber freuten sich jetzt 112 Schüler der Beruflichen Schulen in Bebra und feierten mit ihren Familien und Lehrern eine große Abschlussfeier. Fotos: Knierim/nh

Bebra. Die Aula in den Beruflichen Schulen in Bebra war nicht nur auf den letzten Platz gefüllt, einige Gäste mussten sich sogar mit einem Stehplatz zufrieden geben. Eltern, Ehrengäste und Lehrer waren gekommen, um die Fachabiturienten zu verabschieden.

Nach zwölf Jahren Schule war nun der Tag gekommen, an dem die 112 Fachoberschüler das vorerst letzte Mal in die Schule kamen.

Schulleiter Wolfgang Haas begrüßte die Gästen und zeigte sich stolz über die vielen Fachabiturienten die in den Bereichen Wirtschaft und Verwaltung, Gestaltung, Maschinenbau, Bautechnik und Elektrotechnik ihre Abiturprüfungen erfolgreich absolviert haben.

Eine „1“ vor dem Komma: Claudia Schade, Eva Khazarian, Martha Auracher, Diana Henschel, Marco Erbe, Michel Ludolph und Florian Zeidler sind mit den Noten 1,0 bis 1,5 die Jahrgangsbesten.

In seiner Ansprache wies Schulleiter Haas darauf hin, dass den Absolventen nun alle Türen offen stehen. Bildung werde immer wichtiger und die Fähigkeit Wissen zu vertiefen, sei heutzutage unerlässlich. Nun liege es an den Absolventen, sich für ein Studium, eine Ausbildung oder eine Auslandszeit zu entscheiden. Bürgermeister Uwe Hassl ermutigte die Schüler „einen Blick über den Tellerrand der Schule zu werfen“ und darauf vorbereitet zu sein, dass im Leben nicht immer alles grade verläuft. Manchmal müsse man ein Studium abbrechen und sich neu orientieren, aber auch dieser Schritt bringe Erkenntnis. Die Festrede wurde von der Studienrätin Judith Sperrlich gehalten. Sie war Klassenlehrerin der FOS Gestaltung und gab den Schülern mit auf den Weg: „Geht nicht, gibt es nicht.“ In den vergangenen zwölf Jahren wurden die Schüler von ihren Lehrern „gehegt und gepflegt“, nun liege es an jedem selbst, wie viel er bereit sei, in seine Zukunft zu investieren. Sperrlich forderte die Schüler auf, der Arbeit nicht aus dem Weg zu gehen, sondern „auch mal aufzuheben, was andere haben fallen lassen“. Am Beispiel ihres eigenen Lebens machte sie deutlich, dass viele Wege zum Ziel führen und dass man nur die Bereitschaft mitbringen müsse, diese zu gehen.

Anschließend wurden die sieben besten Schüler ausgezeichnet. Wolfgang Haas betonte, dass ein Abschluss mit 1,0 in der Fachoberschule sehr selten sei und schwierig zu erreichen. Dennoch ist es dem Schüler Marko Erbe gelungen. Michael Funk, Schüler des Beruflichen Gymnasiums, trug mit drei Klavierstücken zum festlichen Rahmen der Veranstaltung bei. (red/fis)

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