Fusion mit Asmushausen und Rautenhausen

Nun auch Braunhausen dabei: Feuerwehr-Einsatzabteilung Bebra Nord ist komplett

Drei Ortsteile – ein Team: Auch Braunhausen gehört künftig zu Bebra Nord. Unser Foto zeigt kleine und große Brandschützer der drei Wehren vor dem Gerätehaus in Asmushausen. Vorn Florian Rimbach (links) und Florian Apel, in ihrer Mitte im Hintergrund der Braunhäuser Florian Pflug. Dass so viele Wehrführer den Vornamen des Schutzpatrons aller Feuerwehrleute tragen, ist übrigens keine Voraussetzung für die gelungene Fusion, versichern sie.
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Drei Ortsteile – ein Team: Auch Braunhausen gehört künftig zu Bebra Nord. Unser Foto zeigt kleine und große Brandschützer der drei Wehren vor dem Gerätehaus in Asmushausen. Vorn Florian Rimbach (links) und Florian Apel, in ihrer Mitte im Hintergrund der Braunhäuser Florian Pflug. Dass so viele Wehrführer den Vornamen des Schutzpatrons aller Feuerwehrleute tragen, ist übrigens keine Voraussetzung für die gelungene Fusion, versichern sie.

Im vergangenen Jahr haben sich die Wehren von Asmushausen und Rautenhausen nach zweieinhalbjährigem Vorlauf zur Einsatzabteilung Bebra Nord zusammengeschlossen.

Asmushausen/Rautenhausen/Braunhausen – Nun stoßen auch die Brandschützer aus Braunhausen dazu. Damit sind alle für den Löschbezirk infrage kommenden Wehren dabei. Der Wunsch zum Zusammenschluss kommt von den Einsatzkräften selbst, betonen die Ortswehr-Chefs. Brandschützer-Fusionen sind oft heikel, viele Wehren sind stolz auf ihre Tradition. Entsprechend groß sei das Interesse der Kameraden aus der Nachbarschaft: Wie hat das Fusionieren funktioniert?

„Wir sind immer mehr zusammengewachsen“, sagt Braunhausens stellvertretender Wehrführer Florian Pflug. Bereits seit einem Jahr wird wöchentlich mit der Einsatzabteilung Bebra Nord geübt, seit vergangenem Herbst ist der Alarmplan so umgestellt, dass die Wehren gemeinsam ausrücken. Für die Braunhäuser mit 15 Aktiven und einem „harten Kern“ von fünf Brandschützern hat das klare Vorteile: Waren Wehrführer Roland Mohr und Stellvertreter Pflug lange allein für die Ausbildung zuständig, gibt es in der Einsatzabteilung nun genug Ausbilder, um in kleineren Gruppen üben zu können – besonders bei coronabedingten Einschränkungen hat sich das als hilfreich erwiesen. Und: „Gemeinsam macht es mehr Spaß, sowohl bei den Übungen als auch danach.“

Die Wehrführer sind sich einig: Es ist eine Chance, attraktiver zu werden – „sexy“ zu sein, wie Bebras Bürgermeister Stefan Knoche es kürzlich genannt hat. Mehr Aktive bedeuten größere und spannendere Übungen. Viele Fusionen kommen dadurch ins Rollen, weil der Nachwuchs fehlt. Stadtbrandinspektor Mike Heckroth ist allerdings auch mit Blick auf das gezeigte Engagement in Bebra Nord „optimistisch“.

Feuerwehren und der Faktor Personal

Vor allem im Südkreis hat es bisher Feuerwehr-Fusionen gegeben: in Bad Hersfeld, Hohenroda, Kirchheim, Ludwigsau, Niederaula, Philippsthal und Schenklengsfeld – aber auch in Rotenburg (Seifertshausen und Dankerode). „Oftmals ist es der Faktor Personal“, so Kreisbrandinspektor Marco Kauffunger. Es gehe aber auch darum, Kompetenzen zu bündeln. Gefördert werden die Zusammenschlüsse vom Land Hessen nur, wenn sich alle beteiligten Wehren dafür aussprechen.

Anfang September haben sich die Wehren einstimmig für den Zusammenschluss ausgesprochen, eine Einsatzabteilung sind sie offiziell ab 1. Januar 2022. Der Löschbezirk Bebra Nord umfasst die beteiligten Orte, deren Umland sowie die Bundesstraße 27 und reicht von der Kernstadt oberhalb des Welgersgrabens bis zum Cornberger Bahnhof. Den Wehren stehen dann etwa 35 Aktive zur Verfügung – je nachdem, wie viele Kameraden altersbedingt noch ausscheiden.

Wer welchen Posten übernimmt, wird noch geklärt. Wehrführer ist derzeit Florian Apel aus Asmushausen, Stellvertreter Florian Rimbach aus Rautenhausen. Fest steht aber: Es wird drei Wehrführer und weitere Führungskräfte geben. Auch die Gerätehäuser bleiben vorerst bestehen. Hauptstandort wird – allein schon als geografische Mitte – Asmushausen. Ein eventueller Neubau für den Löschbezirk befinde sich, wie derzeit alle Bebraer Gerätehäuser, auf dem Prüfstand, so Stadtbrandinspektor Heckroth. „Zusammenwachsen klappt nur, wenn nicht jeder in seinem Gerätehaus sitzen bleibt“, betont Florian Pflug. (Clemens Herwig)

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