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Feuerwehrgerätehaus Blankenheim: Einweihung für Anfang 2025 anvisiert

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Von: Thomas Klemm

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Die Vorstellung des Feuerwehrgerätehaus-Neubaus in Blankenheim übernahm Hilmar König vom Bauamt der Stadt Bebra (links). Aufmerksam lauschten während der Bürgerversammlung in Blankenheim die Stadtverordnetenvorsteherin Stefanie Koch (rechts) und die siebzig Gäste im Publikum den Ausführungen.
Die Vorstellung des Feuerwehrgerätehaus-Neubaus in Blankenheim übernahm Hilmar König vom Bauamt der Stadt Bebra (links). Aufmerksam lauschten während der Bürgerversammlung in Blankenheim die Stadtverordnetenvorsteherin Stefanie Koch (rechts) und die siebzig Gäste im Publikum den Ausführungen. © Thomas Klemm

Knapp über zwei Millionen Euro werden in den kommenden Monaten in die Hand genommen, um im Bebraer Stadtteil Blankenheim ein neues Feuerwehrgerätehaus zu bauen.

Blankenheim – Nachdem ein Grundstück für den Neubau gefunden wurde und die politischen Signale vonseiten der Stadt für das Projekt auf Grün stehen, wurden die Blankenheimer während einer Bürgerversammlung mit den Einzelheiten des Projekts vertraut gemacht.

Auf einem Grundstück der Frankfurter Straße, zwischen zwei Bauernhöfen gelegen, soll ein zweigeschossiges Gebäude mit zwei Fahrzeugstellplätzen und achtzehn Alarmparkplätzen für die Feuerwehrleute seinen Platz finden. Im Erdgeschoss sollen Räume für die Technik, für eine Werkstatt, für die Umkleide und Duschen sowie für die Verwaltung entstehen. Im zweiten Geschoss sind Schulungsräume, ein Bereitschafts- und Jugendraum, eine Teeküche, ein Lehrmitteelraum und Sanitäranlagen vorgesehen.

Außerdem ist eine Terrasse geplant, von der aus man einen Notfall-Fluchtweg installieren will. „Ja, auch ein Feuerwehrhaus braucht einen solchen Fluchtweg, wenn es mal brennen sollte“, sagte der Leiter des Bau- und Planungsamtes der Stadt Bebra, Patrick Schuster, während der Vorstellung des Projektes. „Bei dem Neubau werden auch die Schutzbereiche Hochwasser, Landschaftsschutzgebiet und Vogelschutzgebiet selbstverständlich berücksichtigt“, hieß es.

Bei der Umsetzung wird man sich allerdings noch etwas in Geduld üben müssen. Die Fördermittelanträge wurden beim Landkreis gestellt, der diese an die zuständigen Stellen im Land Hessen weitergereicht hat. „Wir stehen auf Platz vier in der Prioritätenliste des Landes“, wusste Bürgermeister Stefan Knoche während der Bürgerversammlung zu berichten.

Nachdem im Herbst dieses Jahres das Grundstück erworben und die Förderanträge auf den Weg gebracht wurden, heißt es nun, abzuwarten. „Die Fördersummen für die einzelnen Räumlichkeiten werden nun geprüft. Mit den Zuteilungen rechnen wir im ersten oder zweiten Quartal des kommenden Jahres. Vor der Zuteilung dürfen wir die verschiedenen Bauleistungen nicht ausschreiben“, erklärte Hilmar König, zuständig für den Bereich Hochbau im Bebraer Bauamt.

Im Frühsommer 2023 hofft man auf die Baugenehmigung durch den Landkreis und auf die Zuteilung der Fördermittel. Im vierten Quartal 2023 könnte der Baubeginn möglich sein, wenn alles reibungslos läuft. „Ein mögliches Bauende ist für das vierte Quartal 2024 ins Auge gefasst und die Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Blankenheim könnte im ersten Quartal 2025 sein“, umriss der Bauamtsleiter den vorläufigen Zeitplan.

Der Neubau des Domizils für die Blankenheimer Feuerwehrleute sei notwendig, weil das bisherige Gerätehaus den heutzutage üblichen Anforderungen nicht mehr genüge, erklärte Bürgermeister Knoche. Insbesondere die Parkplatzsituation vor dem Gebäude mit seinen „gekreuzten Verkehrswegen“ sei nicht mehr zeitgemäß. „Das Gerätehaus Blankenheim hält den Gesetzlichkeiten nicht mehr stand“, erklärte Stefan Knoche den etwa siebzig Gästen der Bürgerversammlung. Die zahlreichen Feuerwehrleute im Publikum sahen das wohl auch so. Von ihnen kamen deshalb auch keine Nachfragen zum Neubau-Projekt.

Eine Blankenheimerin wollte lediglich – und eher im Scherz – wissen, ob der Ort nun auch bald über einen Flughafen verfügen werde. Anders könne sie sich nicht erklären, warum die Medical Airport Service GmbH mit der Prüfung der Gegebenheiten in Blankenheim beauftragt worden sei. „Der Begriff ist etwas irreführend. Diese in Kassel ansässige Firma beschäftigt sich unter anderem mit Fragen der Arbeitssicherheit“, stellte der Bürgermeister klar. (Thomas Klemm)

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