Grausiger Fund im Kreis Hersfeld-Rotenburg

Frau aus Bebra findet tote Katze im Müllsack

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Hier fand die Bebarnerin Sarah Schulze den Müllsack mit der toten Katze: Der Anblick des Tieres ließ ihr das Blut in den Adern gefrieren.

Bebra/Ludwigsau. Ein Spaziergang bei Ersrode endete mit einem grausigen Fund: In einem Müllsack unter einem Betonsockel fand Sarah Schulze aus Bebra eine tote Katze: blutig, dreckig und erfroren.

Eigentlich sollte es ein toller Tag werden. Sarah Schulze war am Sonntag mit ihrem Vater an einem kleinen Teich zwischen der „Weißen Dame“ und Ersrode spazieren. Später wollten die beiden den Großvater in Ersrode besuchen. Doch es kam ganz anders: Etwas Schwarzes auf dem zugefrorenen, schneebedeckten Teich zog Schulzes Aufmerksamkeit auf sich. Es war ein Müllsack. 

„Über einen kleinen Steg gelangte ich an den Sack, zog ihn ans Ufer und öffnete ihn“, erzählt die 23 Jahre alte Bebranerin: Erst fand sie eine Zeitungsausgabe vom 14./15. Januar, darunter einen schweren Betonsockel. Doch was sie dann erblickte, ließ ihr das Blut in den Adern gefrieren: Eine tote weiße Langhaarkatze in einem Jutebeutel. 

„Es war ein schlimmer Anblick. Das Tier war total verdreckt, die Pfoten blutig und es war auch noch Blut im Jutesack“, schildert Schulze den schlimmen Moment. Sie ist mit Katzen im Elternhaus aufgewachsen, hat zwei eigene Kater. „Das tut im Herzen weh, wenn man selbst Katzenmutti ist“, sagt die Studentin über das Erlebte. 

„Wahrscheinlich wollte jemand die Katze verschwinden lassen und hat den Sack deshalb auf den zugefrorenen Teich geworfen“, vermutet Schulze. Wäre das Wasser in den nächsten Tagen aufgetaut, hätte es geklappt. Der Müllsack wäre in den Tiefen des Teichs verschwunden und niemand hätte jemals von dem Schicksal der Katze erfahren, spekuliert die Bebranerin.

Das Unrecht, das der Katze widerfahren ist, ließ Schulze nicht in Ruhe. Sie rief sogleich den Tierschutzverein Rotenburg 1879 an. Doch der konnte den Besitzer nicht ermitteln, die Katze hatte keinen registrierten Chip. Ein zufällig in Rotenburg gesehenes Plakat brachte die Bebranerin und den Tierschutz schließlich auf die richtige Fährte. Das Tier wurde bereits seit dem 11. Januar vermisst. Die Besitzer konnten ausfindig gemacht werden, sie identifizierten die Katze. Es war ihr Kater Fuchur.

 „Hinter diesem Kater steckt eine komplette Familie. Die Eltern müssen ihren Kindern nun erklären, dass Buzzi, wie die Kinder das Tier nannten, nie mehr wiederkommt“, erzählt Schulze. Für sie ist das nur schwer zu fassen. „Es ist widerlich, dass es Menschen gibt, die ihren Mitmenschen oder Tieren derartiges antun.“

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Hinweise: Polizei Rotenburg, 0 66 23/93 70 oder im Internet unter www.polizei.hessen.de/onlinewache.

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