Fördergeld ab Juli

Gegen Leerstand: Stadt Bebra zahlt Zuschuss beim Kauf älterer Häuser

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Zu verkaufen: So wie dieses Haus in Breitenbach stehen in allen Dörfern, aber auch in der Kernstadt in Bebra und in Rotenburg, Häuser leer. Dagegen will man in der Eisenbahnerstadt jetzt etwas tun und nimmt auch Geld in die Hand.

Bebra. Die Stadt Bebra will besonders Familien mit Kindern beim Kauf von Wohneigentum unterstützen. Gleichzeitig sollen die Ortsteile und die Kernstadt gestärkt und belebt werden.

Aber auch andere Personen sollen gefördert werden. Das lässt sich Bebra auch etwas kosten. So zahlt die Stadt freiwillige Zuschüsse, damit ältere Häuser saniert und auch in Zukunft als Wohnobjekte genutzt werden.

Weiteres Ziel ist es, die Attraktivität des Wohn- und Wirtschaftsstandortes Bebra langfristig zu sichern und im anhaltenden Strukturwandel der demografischen Entwicklung entgegenzuwirken.

Richtlinie tritt ab Juli in Kraft

Ganz neu ist die "Förderrichtlinie zum Erwerb von leer stehenden Wohnimmobilien im Stadtgebiet von Bebra". Sie wurde kurz vor Weihnachten in der Stadtverordnetenversammlung auf Vorschlag der SPD-Fraktion  beschlossen und tritt zum 1. Juli 2018 in Kraft. Das teilte Jens Meister vom Bauamt der Stadt Bebra mit.

Auch Käufer von alten Häusern, die den Kaufvertrag schon unterschrieben haben, können noch Fördergeld bekommen, denn der Antrag kann innerhalb von zwei Jahren nach dem Kauf gestellt werden.

Das sind die Bedingungen für eine Förderung

• Das Haus muss mindestens 40 Jahre alt sein und seit einem Jahr leerstehen.

• Spätestens eineinhalb Jahre nach dem Kauf der Immobilie muss der neue Eigentümer dort auch seinen Wohnsitz nehmen. Das heißt, es kann nur selbst genutztes Eigentum gefördert werden.

• Sind alle Bedingungen erfüllt, gewährt die Stadt Bebra auf Antrag einen einmaligen Zuschuss. Der beträgt höchstens 5000 Euro pro Immobilie. Dazu kommen noch 500 Euro pro Kind, das zum Haushalt gehört. Höchstens werden zehn Prozent vom Kaufpreis und von den Kosten für eine Sanierung gezahlt.

• Muss ein mindestens 50 Jahre altes, verwahrlostes Gebäude abgerissen werden, fördert die Stadt den Abriss mit 3000 Euro.

• Der Förderbetrag muss allerdings in voller Höhe zurückgezahlt werden, wenn das Haus nicht von den Förderberechtigten als Hauptwohnsitz bezogen wird oder wenn es in den ersten fünf Jahren wieder verkauft oder nicht mehr bewohnt wird.

Ein Rechtsanspruch auf diese Förderung besteht laut Mitteilung der Stadt jedoch nicht.

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