Verkehrsspiegel diene als Soforthilfe

Gefahr für Autofahrer: Milchglas-Geländer von Stadt bestellt

Uwe Hassl Foto:  ank

Bebra. Die Milchglas-Verglasung am Geländer der Bahnhofsüberführung ist eine Gefahrenquelle für die Autofahrer, da sie beim Abbiegen keine Einsicht mehr in die neue Bahnhofstraße haben.

Zur Kritik der CDU in Bebra an dem Milchglas äußerte sich Bürgermeister Uwe Hassl. Es habe kürzlich einen Ortstermin mit der Polizei und Hessen Mobil stattgefunden, da es sich um eine Kreisstraße handele.

Keine Sicht: Milchglas verhindert Durchblick. Foto: nh

Die Unterlagen zeigten, dass die Milchverglasung im Jahr 2013 so ausgeschrieben und bestellt wurde, Kostenpunkt 47.000 Euro. Nach Rücksprache mit dem Bauamt habe man sich 2013 für die Milchverglasung deshalb entschieden, weil sie als Spritzschutz für die darunterliegende Fußgängerunterführung gedacht sei und der Schmutz auf Milchglas weniger zu sehen sei als auf Klarglas.

Hassl fragt daher, wie sich die CDU in Bebra die Finanzierung einer anderen Verglasung vorstelle und wer das bezahlen solle? Man wollte einfach nicht so häufig die Glasflächen reinigen müssen. Dabei habe man die Problematik des hohen Geländers, das der Sturzabsicherung dient, offensichtlich verkannt. Der Verkehrsspiegel diene als Soforthilfe, ein größerer Spiegel mit Thermobeschichtung solle noch angeschafft werden, um auch an kalten Tagen ein Beschlagen des Spiegels zu verhindern. Geprüft werde derzeit, ob das obere Drittel der Spezialverglasung abgeschnitten werden könnte, um für Durchblick zu sorgen, ohne dass erneut hohe Kosten entstehen.

Die Spezialverglasung sei eine Individuallösung - daher auch der hohe Preis.

Alternativ böte sich nach Ansicht von Hessen Mobil und der Polizei an, die Fahrtrichtung in die alte Bahnhofstraße als Einbahnstraße einfach umzukehren. Dann wäre das Problem sofort gelöst, erklärte Hassl, „dafür würden wir aber ein neues Problem im Verkehrsfluss im Bereich der unteren Nürnberger Straße bekommen“. Auch diese Version werde er als Straßenverkehrsbehörde zu prüfen haben. (red/ank)

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