In Gilfershausen ging's nach der Auszeit wieder rund

Applaus für die gute Sitzung: Marc Iffland (links) führte erstmals durch den Fastnachtsabend der Gilfershäuser Prinzengarde und stellte unter anderen die Damen-Gymnastikgruppe des FC Gilfershausen sowie Charlotta Claus und Anastasia Groß vor. Fotos: Ernst

Gilfershausen. Keine fünfte Jahreszeit im „Dollen Dorf" Gilfershausen? Kaum vorstellbar, denn dort liebt man doch den Karneval.

Deshalb hat der Fußball-Club nach einjähriger Pause nun wieder eine Sitzung der Gilfershäuser Prinzengarde veranstaltet.

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In der Auszeit hat man allerdings nichts verlernt - ganz im Gegenteil: Man merkte den Jecken förmlich an, wie viel Energie sie für das bunte Treiben zur Verfügung hatten. Doch eine Änderung gab es: In der 35. Kampagne des Fußball-Clubs führte nicht wie gewohnt Horst Groß durch das Programm, sondern sein Sohn Marc Iffland übernahm diese Aufgabe für die dreistündige Sitzung souverän und lustig.

Die erste Büttenrede hielt Arno Ring. Als Hausmeister des Dorfgemeinschaftshauses stellte er empört fest, dass ein gewisser „Calvin Klein“ seine Unterhose samt „Rallyestreifen“ auf der Toilette verloren hat. Doch der Vandale war einfach nicht unter den Zuschauern auszumachen.

Auch Hertha (Carin Germeroth), Lisbeth (Katrin Claus) und Uschi (Isabell Reuß) waren mit von der Partie. Sie erzählten von ihrem neuen „Intimspray“, das nicht zu funktionieren scheint: Egal wie viele Männer sie im Toom-Baumarkt ansprühen, intim will keiner mit ihnen werden.

Einen Doppelauftritt hatte Timo Lübeck: Mit Claudia Hofmann spielte er das Ehepaar Hilde und Schorsch, und als Sänger der Bernd Jörges Band rockte er mit David Göller (Gitarre) und Daniel Meeßen (Akkordeon) die Bühne.

Gelungener Abend 

Begeisterten als Ehepaar Schorsch und Hilde: Timo Lübeck und Claudia Hofmann bei ihrem Sketch.

Vom Rocken verstanden auch einige andere Akteure des rundum gelungenen Abends etwas. Die ortsansässigen Jungbullen lieferten mit ihrem Programm „Männer“ eine besondere Performance ab. Die Weiteröder Blechgarde zeigte einen modernen Garde-Showtanz, von dem sich die Zuschauer mehr als nur eine Zugabe angesehen hätten, und die Tanz-Clowns der Damen-Gymnastikgruppe tanzten zu Katja Ebsteins Lied „Theater“.

Gleich zwei Auftritte an dem närrischen Abend hatte der Popchorn-Projektchor der Liedertafel 1887. Unter der Leitung von Hans-Joachim Hartig sangen sie „Piraten“ und „Geiler Chor“ - beides sorgte dafür, dass kein Zuschauer ruhig sitzen blieb.

Zwei ganz besondere Auftritte gab es von Ulrike Rüger und dem „Duo ohne Worte“: Rügers Büttenrede in feinstem Sächsisch sorgte für Brüllen und Gelächter im Saal. Die gebürtige Ostdeutsche erzählte von dem klischeebehafteten Leben einer „Ossi-Frau“ bei den „Wessis“.

Bei Ina und Uta vom „Duo ohne Worte“ war der Name Programm: Die beiden gaben keinen Ton von sich. Dafür mussten die Zuschauer mitlesen, was die beiden Witziges auf ihre Tafeln geschrieben hatten.

Zum großen Finale kamen die Künstler noch mal auf die Bühne und sangen gemeinsam mit dem Publikum einen Schlager zum Abschluss. (zpe)

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