Pilotprojekt der DB Netz

Gleisbau im Fuldatal: Viel Lärm und neue Technik

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Der Umbauzug: Seit Dienstag ist die Maschine im Einsatz, die pro Stunde 200 Meter Schwellen und Gleise auswechseln kann. Die große Maschine, die den Schotter ausgetauscht und aufgearbeitet hat, schafft 60 Meter in der Stunde.

Alheim/Bebra. Seit Mitte Mai sorgt sie für Unannehmlichkeiten: Bei der Gleiserneuerung zwischen Heinebach und Umladebahnhof Bebra wird ein neues Verfahren für den Schotter angewendet.

Zwei Drittel der Ver- und Entsorgungskosten sollen mit Hilfe dieses Verfahrens eingespart werden, bei dem eine 4000 PS starke Maschine eingesetzt wird, erklärt Predrag Jovic. Er ist der verantwortliche Projektleiter bei der bauausführenden Firma Knape Gleisbau. Mit dieser Maschine werden insgesamt 45.000 Tonnen Schotter ausgebaut, gewaschen, geschärft und wieder eingebaut. Musste früher der Abrieb der Schottersteine teuer entsorgt werden, wird er nun in einem neuen Verfahren aufgearbeitet und dient anschließend wieder als Unterbau der drei Lagen Schotter, Schwelle, Schiene.

Die Bahn investiert sieben Millionen Euro in die Gleiserneuerung auf der neun Kilometer langen Strecke. „Ein sehr großes Projekt“, wie der bei der Bahn verantwortliche Prokektleiter Alexander Wahl erläutert. Parallel zur Gleiserneuerung erhält der Unterbau eine neue Drainage – ebenfalls in einem neuen Verfahren.

Pendler und Anwohner kennen diese Details der Arbeiten nicht. Sie müssen noch bis zum Pfingstwochenende mit Lärm, Sperrungen und geänderten Fahrplänen leben. Vor allem das Warnsystem, das die Arbeiter vor herannahenden Zügen warnt, beeinträchtigt besonders im dicht besiedelten Rotenburg den Schlaf. „Daran kann man nichts ändern. Wie soll ich meine Leute sonst schützen“, sagt Predrag Jovic. Auch während der Bauzeit bleibt ein Gleis befahrbar. Auf der Strecke sind gleichzeitig bis zu 50 Arbeiter eingesetzt.

Das Durchschlafen könnte am kommenden Wochenende klappen: Dann soll die Strecke total gesperrt werden, nur Bauzüge sind im Einsatz.

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper. 

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