48 Bewerber für 22 Bauplätze

Grundstücke im Neubaugebiet Eichkoppe III wurden verlost

Neubaugebiet Bebra Eichkoppe III
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Voraussichtlich ab März wachsen Bebras Kernstadt und der größte Ortsteil Weiterode an der Oststraße durch das Neubaugebiet zusammen.

Die Stadt Bebra hat die Grundstücke im Neubaugebiet Eichkoppe III vergeben – in einem Losverfahren. Jeder der 22 Bauplätze ist vergeben und auch die Nachrückerlisten sind lang.

Bebra – Ziel ist es, dass Mitte kommenden Jahres mit dem Hausbau begonnen werden kann, sagt Bürgermeister Stefan Knoche. Die Stadt will zunächst die Bewerber mit dem größten Losglück sowie die Plätze eins der Nachrückerlisten informieren. Insgesamt gab es 48 Bewerber. Die Nachrücker kommen allerdings nur zum Zug, wenn sich die ausgelosten neuen Grundstücksbesitzer innerhalb von sechs Wochen gegen eine Annahme entscheiden. Bis zu fünf Nachrückerplätze pro Grundstück wurden gezogen.

Bebaubar sind im Lückenschluss zwischen Bebra und Weiterode knapp 12 000 Quadratmeter, die Grundstücksgrößen reichen von 411 bis 828 Quadratmeter. Bis zum 1. August 2021 sollen Abwasserbetrieb und Stadtwerke die Anschlüsse verlegen und die Baustraße einrichten – laut Bauamtschef Patrick Schuster könnten die Arbeiten im Frühjahr, wohl ab März, beginnen.

Das Neubaugebiet ist keine Dauerbaustelle

Zudem will die Stadt für die neuen Grundstückseigentümer vertraglich eine Bauverpflichtung nach zwei Jahren festlegen. Das und der Umstand, dass sämtliche Grundstücke vergeben sind, hat einen Vorteil: Das Neubaugebiet ist keine Dauerbaustelle, sondern innerhalb von rund zwei Jahren fertig. Der Nachteil: Erst 2023 wird es dort statt Bauwegen richtige Straßen geben, die dann Vogelnamen tragen sollen (wir berichteten). Würden die Straßen früher fertiggestellt, müssten sie für den Anschluss der Häuser immer wieder geöffnet werden – und das sei schlicht zu teuer, erklärt der Bauamtsleiter.

Dass alle Grundstücke vergeben werden konnten, zeige die enorme Nachfrage in Bebra, so Rathauschef Knoche. Der Dreiklang aus Nachverdichtung, finanzieller Unterstützung bei Alt-Immobilien durch die Stadt sowie die Neuausweisungen von Baugebieten zeige Früchte. „Etwa Dreiviertel der Grundstückssuchenden aus Bebra konnten wir endlich ihren langersehnen Bauwunsch erfüllen. Wir freuen uns aber auch über die potenziellen Neubürger“, sagt der Bürgermeister. Die Bewerber reichen von gebürtigen Bebranern bis zu Berlinern mit Bebraer Wurzeln. „Wenn wir die zu erwartenden Baukosten einmal hochrechnen, werden an dieser Stelle in den kommenden zwei Jahren rund sechs Millionen Euro investiert“, so Knoche. Die Stadt rechnet bei der Erschließung mit Kosten von etwa 1,2 Millionen Euro. (Clemens Herwig)

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