VR-Bankverein hat Kaufoption für Grundstück

Hilti in Bebra könnte noch weiter wachsen

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Im Zeitplan: Das neue Ersatzteillager für Werkzeughersteller Hilti soll im Frühjahr fertig sein. 

Der VR-Bankverein Hersfeld-Rotenburg will weiter in das Industriegebiet Nord in Bebra investieren. Davon könnte auch Hilti profitieren.

Der VR-Bankverein hat sich eine Kaufoption über drei Jahre für eine 1,2  Hektar große Fläche in unmittelbarer Nachbarschaft zum derzeitigen Hilti-Neubau zusichern lassen. Der Kaufpreis für die städtischen Grundstücke: 42 Euro pro Quadratmeter, also rund eine halbe Million Euro.

Derzeit gebe es noch keine Gespräche mit potenziellen Investoren, heißt es auf Anfrage unserer Zeitung von der Genossenschaftsbank. Trotzdem wolle man auf eventuelle Anfragen vorbereitet sein. Die 1,2 Hektar große Fläche liegt an der Umgehungsstraße zwischen B 27 und B 83, östlich der Baustelle, auf der derzeit das neue Ersatzteillager für Hilti entsteht. Seit September 2018 baut der VR-Bankverein dort ein neues Lager für den Werkzeughersteller, von dem aus Hilti-Verteilzentren in der ganzen Welt mit Ersatzteilen beliefert werden sollen. Die Kosten des Projekts laut Bankverein-Sprecherin Susann Stamann: neun Millionen Euro. Ende Februar kommenden Jahres soll das „für unsere Region einmalige Objekt“ fertig sein. Eine Erweiterung des Hilti-Standortes sei aus Sicht der Genossenschaftsbank vorstellbar und für die Region wünschenswert.

Pläne dafür gibt es offenbar noch nicht: Aktuell wolle Hilti den Standort in Bebra nicht über den geplanten Neubau hinaus erweitern, heißt vom Werkzeughersteller. Es habe in diese Richtung auch keine Gespräche mit dem VR-Bankverein gegeben.

Die Stadt Bebra hatte die betroffenen Grundstücke im Jahr 2015 als Ackerland erworben und im vergangenen Jahr per Bebauungsplan zur gewerblichen Baufläche umgewandelt. Das Parlament hatte einen Verkauf in den kommenden drei Jahren einstimmig befürwortet.

Bedenken hatte die SPD lediglich bei einem Passus der vorliegenden Beschlussfassung, laut dem der Magistrat und nicht erneut das Parlament nach Ablauf der drei Jahre über eine Verlängerung der Kaufoption entscheiden sollte. Die Sozialdemokraten beantragten die Streichung, die Mehrheit im Parlament schloss sich an.

Die Bebraer CDU teilte die Bedenken nicht: „Ein Zeitraum von sechs Jahren ist bei einem potenziellen Millionenprojekt sicherlich angemessen“, so Fraktionschef Thorsten Strippel. (cig)

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