Holzhauer ist Erster Stadtrat - Börner Parlamentsvorsteher

Der neue Magistrat: von links vorn Morcos Bekheit, Bernd Holzhauer, Bürgermeister Hassl, Ilse Koch und Georg Soldan. Dahinter Anna Ilse Dippel-Günther, Helmut Blackert, Harald Kreutzer Karl-Heinz Lückert und Horst Taube. Foto:  Schankweiler-Ziermann

Bebra. Die im März neu gewählten Stadtverordneten wählten ihrerseits am Donnerstagabend in der ersten Sitzung einen neuen Ersten Stadtrat.

Das Ehrenamt als Stellvertreter von Bürgermeister Uwe Hassl hat Bernd Holzhauer (SPD) übernommen.

Er löst Albert Fernau ab, der das Amt über viele Jahre wahrgenommen hat. Neu im zehnköpfigen Magistrat sind außerdem Karl-Heinz Lückert (CDU), der nach einer Pause in die Politik zurückgekehrt ist, und Horst Taube (CDU).

Hassl dankte den ausscheidenden Stadträten, neben Fernau auch Werner Hof und Stefan Engel. Es habe viele einmütige Entscheidungen gegeben. „Danke, dass du so lange durchgehalten hast“, sagte er zu Fernau.

Zu Beginn hatte Hassl seinen Dank an die Wahlleiter ausgedrückt und als ältestem neuen Stadtverordneten Bodo Breitbart (FDP) das Wort übergeben, bevor Herbert Börner (CDU) als Stadtverordnetenvorsteher wiedergewählt wurde. Breitbart dankte allen Vorgängern, die Verantwortung getragen haben, zitierte Abraham Lincoln und endete mit den Worten „Ran an die Arbeit, und vergesst das Lachen nicht.“

Börner wurde mit 34 Ja-Stimmen, zweimal nein und einer Enthaltung erneut das Amt des Vorstehers anvertraut. Er sei ein Teamplayer, sagte Börner, werde für alle ein offenes Ohr haben und wünsche sich eine gedeihliche Zusammenarbeit zum Wohle der Stadt. Seine Stellvertreter sind Friedhelm Claus (CDU), Christina Kindler (SPD) und Volkmar Hanf (Gemeinsam).

Einen Blumenstrauß für seine Ehefrau Edith und viele Dankesworte nahm Albert Fernau entgegen, Friedhelm Claus überreichte ihm eine Fußbank mit den Unterschriften seiner langjährigen Mitstreiter, damit er nun einmal die Füße hochlegen könne.

Auch die neuen Bebraer Stadtverordneten wenden sich gegen das Vohaben des Bundesverkehrsministeriums, eine neue Schienenverbindung Blankenheim - Kirchheim zu bauen. Einstimmig bei einer Enthaltung verabschiedete das Parlament eine Resolution, in der man sich mit Ludwigsau, Neuenstein und Bad Hersfeld solidarisch erklärt. Man spricht sich gegen das im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 als neues Vorhaben im vordringlichen Bedarf vorgesehene Projekt aus. Das Ministerium wird aufgefordert, dieses aus dem Plan zu streichen.

Der ICE-Halt in Bad Hersfeld sei für die Menschen im Landkreis wichtig, betonte Gerhard Schneider-Rose (SPD), der die gemeinsame Beschlussvorlage von CDU und SPD vorgelegt hatte. Thorsten Strippel (CDU) sagte, Blankenheim sei jetzt schon von Schiene und Straße stark belastet. Man wolle gemeinsam mit Ludwigsau, Neuenstein und Hersfeld gegen die Pläne vorgehen.

Nur noch bis zum 2. Mai können Stellungnahmen zu dem Projekt auf der Internetseite des Verkehrsministeriums abgegeben werden.

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