Teil einer Wanderroute

Neue Brücke: Ehemaliger Weg der Bergleute in Iba bald wieder nutzbar

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Erinnerung an die lange Bergbau-Geschichte: In Iba ist am Samstag die Brücke Bergmannspfad mit erheblichem Aufwand neu gebaut worden. Jetzt fehlen nur noch die Seitenteile.

Darauf haben die Menschen in Iba und die Wanderfreunde der Region lange gewartet: Der Bergmannspfad in Iba mit einem herrlichen Blick übers Dorf ist in Kürze wieder nutzbar.

In dem Bebraer Stadtteil ist am Samstag die marode Fußgänger-Holzbrücke am Bergmannspfad, die lange gesperrt war, abgerissen und durch einen Neubau aus Metall ersetzt worden. Jetzt fehlen nur noch die Seitenteile.

Der Pfad ist auch Teil des Kulturerlebnisweges „Quincunx“, der aus vier Wanderrouten besteht und fünf Bebraer Ortsteile verbindet. Er war 2015 eingeweiht worden.

Für die Bauarbeiten musste die Ortsdurchfahrt in Iba am Samstag gesperrt werden. Der Verkehr wurde durch den Ort umgeleitet. Mit einem Kran, der auf der Hauptstraße stand, jonglierten die Bauarbeiter die wenigen großen Metallteile der Brücke äußerst vorsichtig über eine Strecke von etwa 50 Metern zwischen den Häusern hindurch zur Baustelle. Die Brücke liegt gut 15 Meter oberhalb der Hauptstraße am Hang, berichtete Bauingenieur Uwe Karnagel aus Bad Hersfeld, dessen Büro die Arbeiten betreut hat. Die Stadt Bebra hatte die Firma Stahlbau Frank aus Bebra mit den Arbeiten beauftragt.

Das Holz war gefault

Der Bergmannspfad ist 350 Meter lang. Der Weg samt Brücke war Ende 2000 im Zuge der Dorferneuerung wieder hergestellt und eingeweiht worden. Mit großem Aufwand war damals die Holzbrücke über die Häuser gehoben und in den Hang gebaut worden. 2013 musste die 20 Meter lange Brücke dann schon wieder gesperrt werden, weil das Holz gefault war. Seitdem steht die Brücke auf der Bedarfsliste des Ortsbeirates ganz oben.

Noch gesperrt: In Kürze wird der Bergmannspfad samt neuer Brücke wieder uneingeschränkt nutzbar sein.

Mit Geld aus dem kommunalen Investitionsprogramm des Landes (KIP) konnte die Brücke nun neu gebaut werden. 70 000 Euro kostet das Bauprojekt insgesamt, berichtet Bebras Bauamtsleiter Patrick Schuster auf Anfrage. 45 000 Euro übernimmt das Land, 25 000 Euro muss die Stadt Bebra als Eigenanteil aufbringen.

Schlechte Plätze im Gottesdienst

Der Bergmannspfad verbindet die Schieferstraße am östlichen Ortsende Richtung der Gemeinde Nentershausen und die Straße Am Burggarten, wo die evangelische Kirche steht. Der Weg war einst Trampelpfad der Bergleute. Da sie von den örtlichen, den Landes- und auch von der Kirchensteuer befreit waren, durften sie die Ortswege nicht benutzen. Zur Kirche gingen sie den außerhalb gelegenen Trampelpfad und erhielten ungünstige Sitzplätze in dem Gotteshaus.

Fünf Punkte eines Würfels - vier Wanderwege

Fünf Bebraer Ortsteile liegen wie die fünf Punkte eines Würfels – auch Quincunx genannt – in der Landschaft: Braunhausen, Gilfershausen, Iba, Imshausen und Solz. Entlang dieses Quincunx’ laden vier Wanderwege dazu ein, die abwechslungsreiche Landschaft und die kulturellen Besonderheiten der Region zu entdecken. Für Wanderer gibt es auf 20 großen und 15 kleinen Informationstafeln Neues über die Orte, die Landschaft, die Geschichte und die Natur. Natürlich können Wanderer auch wunderbare Fernblicke auf den Routen genießen, heißt es auf der Internetseite quincunx.de Dort findet man auch eine Karte mit den Streckenverläufen.

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