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Helfer gesucht: Im Bikepark in Bebra steht der Frühjahrsputz an

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Von: Kerim Eskalen

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Hegen und Pflegen den Bebraer Bikepark: Phil Pieckenhagen (links) und Oliver Thrän haben als begeisterte Mountainbiker von Anfang an mitgeholfen und halten die Strecke auch für andere Fahrer in Schuss.
Hegen und Pflegen den Bebraer Bikepark: Phil Pieckenhagen (links) und Oliver Thrän haben als begeisterte Mountainbiker von Anfang an mitgeholfen und halten die Strecke auch für andere Fahrer in Schuss. © Kerim Eskalen

Phil Pieckenhagen und Oliver Thrän sind die Gesichter des Bikeparks Bebra. Beide haben von Beginn an dabei geholfen, den Park anzulegen, und pflegen ihn seitdem regelmäßig.

Bebra – Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn der 24 Jahre alte Phil Pieckenhagen und der 20-jährige Oliver Thrän tun das größtenteils in ihrer Freizeit. Zwar erhält Phil Pieckenhagen eine Minijob-Entlohnung für 20 Stunden im Monat, der Arbeitseinsatz der Beiden geht jedoch weit darüber hinaus: „Viele sehen nicht die Arbeit, die dahinter steckt“, sagt Oliver Thrän, „wir müssen den Park regelmäßig pflegen, wenn zum Beispiel einige kaputte Stellen ausgebessert werden müssen.“

Dabei lastet viel Arbeit auf den Schultern der beiden jungen Männer: „An vielen Stellen ist zu viel Gras gepflanzt worden. Da hat man im Nachhinein zu viel Arbeit bei der Pflege“, sagt Oliver Thrän. In der Zusammenarbeit mit der Stadt müssen sich die begeisterten Mountainbiker regelmäßig bremsen und daran erinnern, dass nicht jeder wie sie mit dem Sport groß geworden ist: „Wir fahren, seitdem wir klein sind“, sagen sie. Auf der anderen Seite unterstütze die Verwaltung, wo sie könne, allen voran Uli Rathmann vom Fachdienst Generationen.

Das Dilemma, in dem die beiden jungen Männer stecken: Sie sind die Einzigen, die sich bei der Pflege des Parks an der Kerschensteinerstraße engagieren. „Das Angebot wird gut angenommen. Aber wenn Leute darauf angesprochen werden, neben dem Fahren auch etwas zu helfen, sind sie ganz schnell wieder weg“, sagen sie. Dabei wird Situation rund um die Pflege des Parks gegen Ende des Jahres nicht einfacher. Phil Pieckenhagen will zum nächsten Wintersemester ein Studium der Landschaftsarchitektur beginnen, was eine Weiterführung seines Engagements im Bikepark in Bebra schwierig macht.

Fährt Mountainbike, seit er klein ist: Noch übt Phil Pieckenhagen seine Sprünge auf den Rampen in Bebra. Mit Beginn seines Studiums fällt er als Platzwart in Bebra allerdings weg.
Fährt Mountainbike, seit er klein ist: Noch übt Phil Pieckenhagen seine Sprünge auf den Rampen in Bebra. Mit Beginn seines Studiums fällt er als Platzwart in Bebra allerdings weg. © Kerim Eskalen

Zwar will sich die Stadt laut Uli Rathmann auf Empfehlungen von Phil rechtzeitig um einen Nachfolger kümmern – Gedanken machen sich die Platzwarte dennoch, ob sich ein Nachfolger und mehr Helfer finden lassen. „Selbst wenn Phil nicht mehr hilft, werde ich auf jeden Fall bleiben“, sichert Oliver Thrän zu. „Unabhängig davon braucht der Park mehr Helfer, um ihn auch in Zukunft weiter befahrbar zu halten.“

Am Freitag und Samstag, 13. und 14. Mai, findet im Bikepark der jährliche Frühjahrsputz statt. Herzlich eingeladen sind Freiwillige, die dabei unterstützen möchten. Zudem erhält das Jugendzentrum am 20. Mai neue Bikes zum Ausleihen und lädt alle Interessierten für 15 Uhr ein. Das Highlight wird eine Radsportshow. Für Speisen und Getränke ist gesorgt. Kontakt für Helfer ist Sara Schulten, Telefon 01 60/95 39 61 83 oder E-Mail: sara.schulten@bebra.de.

Für Neulinge, die sich am Hindernisparcours für Mountainbikes versuchen wollen, haben die erfahrenen Sportler auch einige Tipps parat. „Das Wichtigste ist: Habt Spaß, gebt niemals auf, seid kreativ und tobt euch aus, denn jeder hat seinen eigenen Stil. Aber vor allem: Seid sozial gegenüber anderen Fahrern.“ (Kerim Eskalen)

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