1. Startseite
  2. Lokales
  3. Rotenburg / Bebra
  4. Bebra

Impfstation in Bebra schließt: Mietvertrag im Einkaufszentrum läuft aus

Erstellt:

Von: Sebastian Schaffner

Kommentare

Noch wird im Mini-Zentrum im Bebraer „be!“ geimpft: Marharyta Lysachenko (links) ist aus Berlin zu Besuch bei der Verwandtschaft in Baumbach und wird auf unserem Foto von Krankenschwester Daniela Petzold geimpft, die seit Stunde Null in der Bebraer Impfstation dabei und vorher im Rotenburger Impfzentrum tätig gewesen ist.
Noch wird im Mini-Zentrum im Bebraer „be!“ geimpft: Marharyta Lysachenko (links) ist aus Berlin zu Besuch bei der Verwandtschaft in Baumbach und wird auf unserem Foto von Krankenschwester Daniela Petzold geimpft, die seit Stunde Null in der Bebraer Impfstation dabei und vorher im Rotenburger Impfzentrum tätig gewesen ist. © Clemens Herwig

Die Impfstation im Bebraer „be!“ ist Ende Mai Geschichte. Der Mietvertrag laufe aus und sei nicht verlängert worden, bestätigt die Stadtentwicklung Bebra (SEB) unserer Zeitung.

Bebra – Die SEB betreibt das Einkaufszentrum. Ein Nachmieter für die Räumlichkeiten gebe es noch nicht. Zuvor hatte die CDU das Aus des Mini-Impfzentrums kritisiert. Der Landkreis will sich auf Nachfrage nicht dazu äußern. Kreissprecherin Jasmin Krenz sagt lediglich: „Wir sind an dem Thema dran, wie wir die Impfangebote künftig aufstellen werden. Wenn man sich aber die aktuellen Impfzahlen anschaut, sind die ja sehr übersichtlich.“

Tatsächlich nehmen kaum noch Menschen die kostenlosen Impfangebote in den Impfstationen wahr. In den vergangenen zwei Wochen ließen sich an beiden Standorten insgesamt 179 Menschen impfen. Neben dem in Bebra unterhält der Landkreis noch ein Mini-Impfzentrum im MVZ an der Frankfurter Straße in Bad Hersfeld.

Auch die Frage, ob zumindest die Station in der Kreisstadt erhalten werden soll, ließ das Landratsamt unbeantwortet – ebenso wie die Frage nach den Mietkosten.

Seit März wurden in den Mini-Impfzentren 1840 Spritzen verabreicht

Eröffnet hat der Landkreis die Impfstationen Anfang März. Seitdem haben die Mitarbeiter des Klinikums, das die Standorte für den Landkreis betreibt, 1840 Spritzen gegen das Coronavirus verabreicht, darunter vor allem Dritt- und Viertimpfungen. 123 Menschen haben sich in den Mini-Impfzentren für eine Erstimpfung entschieden. Geöffnet haben die Stationen in Bebra dienstags und samstags von 10 bis 14 Uhr, in Bad Hersfeld mittwochs bis freitags von 14 bis 18 Uhr.

Die CDU kritisiert das Aus des Bebraer Standorts zum 31. Mai. Dieser Schritt sei „übereilt“ und angesichts hoher Inzidenzen „das falsche Signal“, schreiben die Christdemokraten in einer Pressemitteilung. Kreisverband und Kreistagsfraktion fordern den Landkreis auf, die Standorte in Bebra und Bad Hersfeld über den Sommer hinaus weiter zu betreiben. „Die Aufrechterhaltung des Impfangebots ist insbesondere für die Risikogruppe der älteren Menschen von großer Bedeutung“, so der Fraktionsvorsitzende Herbert Höttl.

Der CDU-Kreisvorsitzende Andreas Börner argumentiert, dass „der ohnehin bereits vom Ärztemangel betroffene Nordkreis jetzt durch die vom Landrat beabsichtigte Schließung des Impfzentrums in Bebra nochmals schlechter dasteht“. Die Kreistagsfraktion kündigt eine Resolution zur nächsten Sitzung (16. Mai) an, „sollte Landrat Warnecke nicht reagieren“. Torsten Warnecke (SPD) teilt mit, dass er dieser Resolution entspannt entgegensehe. (Sebastian Schaffner)

Auch interessant

Kommentare