Neubau neben Brüder-Grimm-Gesamtschule

Stadt Bebra gibt grünes Licht: Neues Jugendzentrum wird gebaut

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Schon jetzt viel genutzt: Der Streetsoccer-Platz dient am Vormittag auch den Schülern während der Pausen für ein kurzes Spiel – hier Schüler einer siebten Klasse. Im Anschluss soll das neue Jugendzentrum gebaut werden.

Bebra. Seit zwei Jahren warten die Jugendlichen auf ein neues Haus, in dem sie sich treffen können. Nun gaben die Bebraer Stadträte grünes Licht für den Bau eines Gebäudes neben der Skateranlage an der Kerschensteiner Straße. Der Bau soll in den kommenden Monaten beginnen.

Mit der Zustimmung des Magistrats werden nun endlich Nägel mit Köpfen gemacht: Die Stadträte stimmten zu, dass eine Firma aus Polen ein Gebäude auf die Grünfläche neben der Skateranlage an der Kerschensteiner Straße stellt. Das soll noch in diesem Jahr geschehen.

„Die Jugendlichen fragen jedes Mal nach“, sagte Jugendpfleger Sebastian Mader, der künftige Jugendhausleiter.

Schon längst sollte ein neues Jugendzentrum in unmittelbarer Nachbarschaft der Brüder-Grimm-Gesamtschule stehen, doch die begrenzten Geldmittel hatten die bisherigen Bemühungen scheitern lassen. Mehr als 220.000 Euro darf das neue Juze nicht kosten. Nun ist nach den Worten von Uli Rathmann von der Stadtjugendpflege eine Lösung gefunden. Die Firma aus dem ehemaligen Niederschlesien stellt die Außenhülle des Gebäudes voraussichtlich noch in diesem Jahr auf. Der Innenausbau soll dann in Eigenleistung und anderweitig möglichst günstig folgen.

Das Gebäude wird über eine Nutzfläche von 162 Quadratmetern verfügen und hat eine Grundfläche von neun mal 18 Metern. In Kürze soll auf dem Gelände an der Kerschensteiner Straße eine Marktbude aufgestellt werden, in der die Pläne angeschaut werden können. Bei der Innengestaltung sind auch wieder die Jugendlichen selbst gefragt.

Weitere Institutionen beteiligt

„Das ist schon etwas Besonderes, dass Jugendarbeit mit einem Raum an eine Schule geht“, sagt Rathmann. Das Konzept sei schon vor vielen Jahren entstanden. Jugendarbeit geht also dorthin, wo sich die Jugendlichen ohnehin schon aufhalten. Der Neubau sei die folgerichtige Weiterentwicklung des Konzepts. Angestrebt und von der Schule gewünscht ist auch die intensivere auch inhaltliche Zusammenarbeit mit der Schule. Andere Institutionen, auch beratende wie etwa Pro Familia oder den Jugendkoordinator der Polizei, wolle man mit ins Boot holen.

Je nach Witterung treffen sich heute schon zwischen zehn und 50 junge Leute auf dem Gelände, sagt Sebastian Mader. Er ist sich sicher, dass die Freizeiteinrichtungen samt Jugendzentrum ein Selbstläufer werden.

Ähnlich wie der Bad Hersfelder Jahnpark soll die Anlage nahe der Schule künftig genutzt werden. Auch der Vater soll hier mit seinem Sohn kicken können oder die Familie soll hier sitzen können, während die Kinder und Jugendlichen spannende Beschäftigung finden. Für Kleinkinder allerdings eignet sich eher der Spielplatz am Anger.

Schon jetzt kann man auf dem Gelände neben der Brüder-Grimm-Schule unter anderem Streetsoccer, Basketball oder Tischtennis spielen, Dirtbike fahren oder skaten.

In diesen Tagen werden bereits die Fitnessgeräte aufgestellt werden: Ein Reck, ein Barren und eine Hangelbrücke - alles Wünsche der Jugendlichen. Noch in diesem Jahr soll eine Eisfläche angelegt werden, die dann ab dem nächsten Jahr nutzbar sein wird.

Im nächsten Jahr geht es weiter mit einer Slackline sowie Flutlicht für Streetsoccer, Basketballer und Skater. Weiterhin sind Erweiterungen der Skateranlage und des Dirtbike-Parcours vorgesehen, ein Netz für die Spieler von Streetsoccer und eine Kletterwand.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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