Kaufhaus Schuhmann macht Platz für Medizinisches Versorgungszentrum und Wohnungen

+
Die Tage sind gezählt: Das Kaufhaus Schuhmann (vorn) und das danebenstehende rote Fachwerkhaus sollen Platz für medizinische Versorgung und Wohnungen machen.

Bebra. Das ehemalige Kaufhaus Schuhmann in Bebra soll abgerissen werden und einem Neubau Platz machen. Dasselbe gilt für das rote Fachwerkhaus daneben.

Im Erdgeschoss des Neubaukomplexes sollen das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) des Klinikums Bad Hersfeld und eine Apotheke einziehen. Das MVZ befindet sich zurzeit noch im Ärztehaus. Außerdem sollen 17 Wohnungen in dem neuen Haus im Stil der klassischen Moderne entstehen.

Dies bestätigten jetzt der bisherige Eigentümer des Kaufhauses Schuhmann, Uwe Becker, Klinikumssprecher Werner Hampe und der Investor, Heiko Schaar, von der ISIhome-Unternehmensgruppe, in deren Händen das Projekt liegt. Der Kaufvertrag ist kürzlich unterschrieben worden, auch der Vertrag mit dem Klinikum ist geschlossen (siehe Hintergrund). Gestern befürwortete auch der Magistrat der Stadt Bebra das Projekt und verzichtete auf das Vorkaufsrecht, so erklärte Bürgermeister Uwe Hassl.

Die Bebraer Unternehmensgruppe ISIhome plant eine Investition von rund sechs Millionen Euro. Vorgesehen ist nach Angaben von Heiko Schaar der Bau von 17 hochwertigen, barrierefreien Eigentumswohnungen, davon zwei Penthouse-Wohnungen - insgesamt 2800 Quadratmeter Fläche. Auf drei Etagen über dem Erdgeschoss sollen jeweils fünf Wohnungen in einem L-förmigen Baukörper entstehen. Wo sich jetzt noch der Eingang des alten Kaufhauses befindet, soll ein lichtdurchflutetes Treppenhaus mit Fahrstuhl platziert werden.

Anstoß vom be! 

Bereits seit vier Jahren beschäftigt sich Heiko Schaar mit dem Projekt, Uwe Becker ist noch viel länger mit dem Thema befasst. Der Zug hinaus auf die Grüne Wiese habe sich jetzt umgekehrt, mit dem Einkaufszentrum „das be!“ sei städtebaulich ein Anstoß gekommen, sagt Becker. Von der Lage mitten in Bebra ist Schaar überzeugt. Wohnen im Stadtkern habe Zukunft, sagt er, der viel Erfahrung mit der Sanierung von Innenstädten vor allem in Ostdeutschland hat. „Durch das Einkaufszentrum „das be!“ ist der Standort enorm aufgewertet worden.“

Lückenschluss 

Bürgermeister Uwe Hassl freut sich über den Lückenschluss. Das ehemalige Kaufhaus habe nicht mehr gepasst. Alle drei hoffen, dass auch in der Nachbarschaft ein Veränderungsprozess in Gang kommt. Die Nürnberger Straße könne die Prachtstraße der Stadt werden, sagt Schaar.

Das Kaufhaus Schuhmann hatte am 28. Februar 1991 aus familiären Gründen schließen müssen. Danach war die Bekleidungskette NKD zehn Jahre in dem Haus, das seit 2001 nur noch zeitweise vermietet war. Das Lebensmittelgeschäft und der Schlüsseldienst im roten Fachwerkhaus werden laut Becker in das Haus Ecke Bahnhof-/Apothekenstraße ziehen.

Lesen Sie mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe unserer Zeitung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.