Gastronomisches Angebot bleibt

Kein Aus fürs Pizzahaus Habibi in Weiterode - Ebay-Anzeige befeuerte Gerüchte

Im Weiteröder Habibi wird weiter Pizza gebacken – auch wenn Mohammad Nour Shekh Yousef Pläne für ein zweites Habibi in Mönchengladbach hat.
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Im Weiteröder Habibi wird weiter Pizza gebacken – auch wenn Mohammad Nour Shekh Yousef Pläne für ein zweites Habibi in Mönchengladbach hat.

“Wir waren im Urlaub, aber das Habibi bleibt das Habibi“, sagt Mohammad Nour Shekh Yousef.

Weiterode – Der 27-jährige Syrer hat Weiterodes „Schatzi “ – so die Übersetzung aus dem Arabischen – im Februar eröffnet. Dass die Weiteröder dachten, es sei schon wieder vorbei mit der Pizzabäckerei an der Eisenacher Straße, liegt auch an einer Anzeige des Chefs.

Mitte August verabschieden sich die Habibi-Betreiber in den wohlverdienten Urlaub – vor der Eröffnung hatte Mohammad Nour Shekh Yousef ein Jahr lang an den Plänen für sein Pizzahaus gefeilt und vieles in Eigenregie mit der Familie renoviert. Am 25. August taucht der Bebraer Stadtteil dann in den Ebay-Kleinanzeigen auf: Zum sofortigen Verkauf angeboten wird ein „Mehrfamilienhaus mit Imbiss“. Das Gebäude an der Hauptstraße gehört Shekh Yousef und seiner Familie, das Habibi liegt im Erdgeschoss. Und einige Weiteröder denken: Das war’s.

Mittlerweile läuft die Annonce auf der Internetplattform unter „Nicht mehr verfügbar“. Hintergrund für das Verkaufsangebot, erklärt Shekh Yousef, sei ein geplanter Umzug nach Mönchengladbach. Die Familie hat dort Verwandtschaft, der 27-Jährige will in der Großstadt in Nordrhein-Westfalen ein zweites Habibi eröffnen.

„Ich wollte wissen, wie das Interesse an dem Gebäude ist“, sagt er – betont aber, der Verkauf des Pizzahauses in Weiterode sei vom Tisch. Selbst bei einem Umzug soll es das Habibi an der Hauptstraße weiter geben. „Ich habe genug Leute vor Ort“, so der 27-Jährige. Steuern will er die Geschäfte dann von Mönchengladbach aus.

Eröffnet hat der 27-Jährige im Frühjahr nicht nur Corona zum Trotz, sondern weil er in der Pandemie sogar eine Chance sieht. Ist die Rechnung aufgegangen? „Bis jetzt läuft es gut – nicht hundertprozentig, aber gut“, sagt Shekh Yousef. Er ist dabei, seinen Kundenstamm weiter auszubauen. „Geduld habe ich“, sagt der Syrer und lacht. (Clemens Herwig)

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