Keine Förderung des Denkmalbahnhofs Bebra als "Nationales Projekt"

Der historische Bahnhof Bebra: Unter preußischer Flagge wurde der Bahnhof groß, wird in dem Buch „Eisenbahnstadt Bebra – eine Geschichte in Bildern“ von Holger R. Stunz dieses Foto kommentiert. Es entstand um 1905. Archivfoto:  nh

Bebra. Der Bahnhof Bebra wird vorerst nicht als „Denkmal der Industriekultur und Zeitgeschichte" gefördert. Die Stadt ist mit ihrem Antrag gescheitert.

Die Stadt hatte sich Fördergeld für die Sanierung erhofft. Die Bewerbung für das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus" ist jedoch im ersten Anlauf gescheitert.

Der Stadt war noch im September eine Bewerbung empfohlen worden. Das Ensemble Bahnhof Bebra sei von nationaler Bedeutung, hatte Bürgermeister Uwe Hassl nach einer Voranfrage beim Ministerium erfahren.

Hassl hatte mit einer 90-prozentigen Förderung gerechnet, weil Bebra zudem als strukturschwach gilt. Das Geld sollte nach der Standsicherung des Lokschuppens 2 für den Denkmalbahnhof eingesetzt werden.

Der Bürgermeister sieht trotz der ersten Ablehnung aber eine gute Chance, beim nächsten Mal Fördergeld aus diesem Topf zu bekommen.

Eine vom Bundesumweltministerium einberufene Expertenkommission habe die große Zahl an Bewerbungen fachlich begutachtet, hatte das Ministerium dem Bürgermeister mitgeteilt. Auf den Projektaufruf des Bundes waren rund 270 Anträge mit einem Volumen von mehr als 900 Millionen Euro eingegangen. 50 Millionen Euro stehen aber nur zur Verfügung.

Wegen der großen Zahl der Bewerbungen und beschränkten Fördergeldern sei das Projekt Denkmal Bahnhof Bebra nicht ausgewählt worden, teilte Prof. Harald Herrmann aus dem Bundesamt für Bauwesen mit. Man habe nur einen kleinen Teil der Anträge in die Förderung aufnehmen können.

Nächstes Jahr neue Chance

Die Bundesregierung beabsichtigt laut Bundesbauministerium aber, das Programm im nächsten Haushaltsjahr fortzuführen.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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