Klinik-Fusion: Auch Bebra für Kreis-Lösung

Bebra. Das Parlament in Bebra unterstützt den jüngsten Beschluss des Kreistags, nach dem das Klinikum Bad Hersfeld in kommunaler Trägerschaft bleiben soll. Die Bebraner befürworten auch die Ablehnung des Übernahmeangebots des Herz- und Kreislaufzentrums (HKZ).

Das HKZ wird vom Bebraer Parlament ebenso wie vom Kreistag aufgefordert, an einer gemeinsamen Lösung mitzuarbeiten.

Sollte das HKZ nicht dazu bereit sein, sollten Gespräche zwischen dem Kreiskrankenhaus Rotenburg und dem Klinikum weitergeführt werden. Das beschlossen die Stadtverordneten ohne Gegenstimme bei einer Enthaltung auf Vorschlag der CDU-Fraktion. Ziel solle die Schaffung einer gemeinsamen Klinikstruktur im Kreis sein.

Auf der Tagesordnung des Bebraer Parlaments hatte ursprünglich eine Resolution gestanden, die Ende Juli wegen fehlender Dringlichkeit nicht behandelt worden war. Diese sei nicht mehr aktuell, monierte Thorsten Strippel, CDU-Fraktionsvorsitzender.

Zuvor hatte auch Bernd Holzhauer (SPD) erläutert, die Resolution gegen eine Fusion des Klinikums Bad Hersfeld mit Fulda und Alsfeld sei nicht mehr erforderlich, der Kreistagsbeschluss sei völlig ausreichend. Holzhauer betonte, „wir wollen alle drei Häuser erhalten“. Quasi als „Notausstieg“ solle die Option mit Fulda bleiben. Es sei eine Vorgabe der Landesregierung, zu fusionieren. Auch sei nicht mehr auszuschließen, dass Fulda und Kassel fusionierten.

Verhandlungen laufen schon

Im Änderungsantrag der CDU-Fraktion wird das HKZ aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Nach unseren Informationen laufen die Verhandlungen allerdings schon wieder.

Für die FWG hatte Klaus Reifschneider eine abgeänderte Resolution vorgelegt, in der er sich gegen den Automatismus aussprach, nach Scheitern einer kreisinternen Lösung sofort wieder mit Fulda zu verhandeln. Bei einer Fusion mit Fulda gehe „in Waldhessen ein ganz großes Licht aus“, sagte er. Die FWG-Resolution wurde abgelehnt, es gab zwei Ja-Stimmen und drei Enthaltungen.

Kreistagsmitglied Bernd Holzhauer hatte erklärt, bis Ende Dezember müsse der Wille für eine kreisinterne Lösung erkennbar sein. Bei langen Verhandlungen könnten sonst andere Möglichkeiten verwehrt sein. Es sei die Intention des Kreistags, dass die Verhandlungen positiv endeten, betonte auch Kreistagsmitglied Horst Taube (CDU). (ank)

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa/dpaweb

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