Komiker Markus Maria Profitlich begeistert an zwei Abenden in Ellis Saal in Weiterode

Traf - angeblich - Bebras Bürgermeister Uwe Hassl am Pfandautomaten: Markus Maria Profitlich sorgte mit lustigen Anekdoten aus der Stadt für viele Lacher beim Publikum. Foto: Ernst

Weiterode. Jeder von uns kennt diese Tage, an denen aber auch gar nichts so läuft, wie es geplant ist. Oftmals steckt der Teufel im Detail und ehe wir uns versehen, ist die Laune im Keller und der Stress an der Tagesordnung. Genau diesem Thema widmet sich Markus Maria Profitlich in seinem Solo-Programm „Schwer im Stress“.

Damit gastierte der bekannte Künstler am Wochenende gleich zweimal in Ellis Saal in Weiterode. In rasantem Tempo schlüpfte der Vollblutkomiker in verschiedene Rollen und wechselte diese spielerisch. Seine Stand-Ups behandelten witzige Alltagssituation, wie wir sie alle kennen: sei es der morgendliche Stress mit den Kindern, der Stress mit dem Partner oder der nervige Vordermann auf der Autobahn. Einem Paradebeispiel ist er wohl erst vor Kurzem auf dem Weg zu einer Show begegnet: „Und wenn du es so richtig eilig hast, dann triffst du ihn: Den Mittelspurfahrer - ein Volk für sich. Der fleischgewordene Tempomat“. Die Witze und sein Auftreten erinnern stark an Auftritte in der Wochenshow oder in seiner Kult-Sendung „Mensch Markus“. Das Erfolgskonzept rund um den Künstler funktioniert auch gut zehn Jahre nach der letzten Folge noch hervorragend. Er ist ein echter Sympathieträger.

In Bebra kennt er sich aus

Zur Begrüßung erklärte er, dass er sich in Bebra bestens auskenne. Vor der Show habe er noch schnell Pfandflaschen weggebracht: „Dann bin ich schnell ins Edeka. Ein Herkules-Center ist das. Gottlieb-Daimler Straße - ich kenn´ mich aus“. Da traf er dann Bebras Bürgermeister Uwe Hassl, der den Pfandautomaten blockierte, mit unzähligen Säcken voller Bierflaschen. Von der letzten Vorstandssitzung, versteht sich. Das Publikum kam aus dem Lachen nicht mehr raus und schon hatte er sie in der ersten Minute auf seiner Seite.

Spielend leicht wirkte sein Auftritt. Doch wer genau hinsah, merkte, was für ein Profi auf der Bühne stand. Die Pointen immer perfekt in die Länge gezogen und im richtigen Moment gebracht.

Dabei scheute er sich auch nicht davor, sich selbst aufs Korn zu nehmen. Bei seiner Blaupause gegen den Stress, berichtet er von seinem Hang zu Yoga: „Meine Lieblingsfigur ist der liegende Elefant. Geht super auf dem Sofa“. Wenn dann die Kinder stören und etwas wollen, hilft ihm sein Entspannungsmantra: „Frag die Mutti“.

Mit seiner aktuellen Solo-Show erfindet Profitlich das Rad nicht neu. Er stößt Themen an, die jedem bekannt und daher toll nachzuvollziehen sind. Das Publikum hat in seiner neunzigminütigen Show fast durchgehend gelacht und war von seiner Bühnenpräsenz vollkommen gefesselt. Wirkliche Tipps, gab es für den Umgang mit Stress nicht. Aber in jedem Fall haben alle Anwesenden den Alltagsstress vergessen. Und vielleicht ist es ja das, was man aus seiner Show mitnehmen kann: im Alltag einfach manches mit Humor zu nehmen, das könnte vieles vereinfachen.

Von Pascal Ernst

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