Hilfe seit zehn Jahren

Kurzer Weg zur Notlage: Die Tafel versorgt 500 Menschen

Immer ein Lächeln für die Kunden: Die Helferinnen im Lädchen der Tafel mit Dekanin Gisela Strohriegl und Pfarrer Janosz König. Foto:  Meyer

Bebra. Die Bebraer Tafel feiert am Freitag ihr zehnjähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür. Die einfühlsamen Helfer dort wissen nur zu gut, dass der Weg vom vermeintlich sicheren Arbeitsplatz zu einer Notlage kurz sein kann.

An jedem Dienstagvormittag herrscht rege Betriebsamkeit im ehemaligen Pfarrhaus in Bebra: Randvolle Kisten voller Äpfel, Gemüse und Salat werden hereingetragen, Brotlaiber in ein Regal sortiert. Ehrenamtliche helfen bei der Annahme der Lebensmittel, die für Menschen gedacht sind, die sich den Einkauf im Supermarkt nicht leisten können. Die Bebraer Tafel feiert am Freitag ihr zehnjähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür.

Üppig ist das Angebot des kleinen Tante-Emma-Lädchens, das so Woche für Woche in dem Haus an der Straße Im Bilder entsteht. Aber groß ist auch die Nachfrage, erklärt Inge Ulber, die die Tafel hauptamtlich betreut. Über 500 Menschen in Rotenburg und Bebra, darunter etwa 170 Kinder, versorgt die Tafel mit Lebensmitteln.

Das Wort „Bedürftige“ mag Inge Ulber nicht, sie und ihre Kollegin Bozena Kujawa sprechen lieber von Kunden. Den Menschen, die die Tafel zum ersten Mal aufsuchen, wollen die Helferinnen das Schamgefühl nehmen. „Das hat mit betteln nichts zu tun“, sagt Kujawa.

Von Achim Meyer

Wie die Tafel organisiert ist, wie viele Geschäfte spenden und welche Veranstaltungen zum zehnjährigen Bestehen geplant sind, lesen Sie in unserer gedruckten Ausgabe.

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