Konzerte statt Corona-Dornröschenschlaf: In der Biberstadt wird wieder gerockt

Laut, düster und böse: Bands bieten Rock und Heavy Metal im Bebraer Lokschuppen

Da schlägt das Herz jedes Black-Sabbath-Fans höher: Earth donnerte echte Fan-Favoriten und deep tracks der 70-er Album-Ära mit Ozzy Osbourne in das psychedelisch ausgeleuchtete Spotlight des Lokschuppens.
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Da schlägt das Herz jedes Black-Sabbath-Fans höher: Earth donnerte echte Fan-Favoriten und deep tracks der 70-er Album-Ära mit Ozzy Osbourne in das psychedelisch ausgeleuchtete Spotlight des Lokschuppens.

Mit zwei außergewöhnlichen Bands gab es jetzt im Lokschuppen Bebra einen „Re-Start“ der Musikveranstaltungen. Nach einem langen „Corona-Dornröschenschlaf“ feierten die Rock- und Heavy-Metal-Fans in bester Laune „Lord Bishop Rocks“ und die Black-Sabbath-Tribute-Band „Earth“.

Bebra - Das Tempo war hoch bei „Lord Bishop Rocks“, dem amerikanisch-deutsches Heavy-Rockband Trio. Es ging darum, in den Soli zu brillieren oder in einer Art Sirenengesang zu exzellieren – was technisch durchaus anspruchsvoll ist. Wenn Musik nicht anmacht, dann langweilt sie – das ist das Credo des Zwei-Meter-Mannes Lord Bishop, der sich inspiriert fühlt von Jimi Hendrix, James Brown, Frank Zappa, John Lennon, Kurt Cobain, Tina Turner und Janis Joplin. Die emotional aufgeladene Mischung aus Funk, Rock, Blues, Punk und einem Hauch Reggae begeisterte das Publikum. Als Solist zeigte er, dass er auch die ruhigeren Töne beherrschte. Es wurden Smartphones gezückt, unter Einhaltung der Corona-Hygieneregeln getanzt, geklatscht und Hände in die Höhe gehalten.

So eine Show konnte – wenn überhaupt – nur noch vom Haupt-Gig, der Black-Sabbath-Tribute-Band „Earth“ getoppt werden. Die vier Musiker aus Amerika brachten die Songs der Ozzy-Ära mit unverschämter Unwiderstehlichkeit auf die Bühne. Originalgetreu und sehr lebendig zollten sie den Godfathers of Heavy Metal gebührend Tribut.

Zum Repertoire gehörten die besten Songs der ersten Alben wie „War Pigs“, „N.I.B.“ „Sabbath Bloody „Sabbath“ oder „Children of The Grave“ bis hin zu düsteren Großtaten wie „Black Sabbath“ oder den Hits „Paranoid“ und „Iron Man“.

„Earth“ donnerte echte Fan-Favoriten und „deep tracks“ der 1970-er Album-Ära mit Ozzy Osbourne und auch der Ronnie James Dio-Phase in das psychedelisch ausgeleuchtete Spotlight. Laut, düster und unheimlich böse erklang die Revolution der Musikwelt, die 1969 von Birmingham ausging. Bis zum Bruch des Original-Lineups Anfang 1979 beeinflussten Black Sabbath mit ihren acht Studioalben unzählige Rock- und Metal-Bands späterer Generationen von Metallica bis Marilyn Manson.

Das kommt auch heute noch sehr gut an, wie die jubelnde Fangemeinde im Lokschuppen zeigte. Zwischen den beiden Gigs appellierte Matthias Bähr, für die Veranstaltungen im Lokschuppen zu werben. Denn es gab noch Luft nach oben, was die Anzahl Besucher des „Re-Starts“ betraf. Man scheue weder Kosten noch Mühe, großartige Künstler und Bands aller Stilrichtungen nach Bebra zu holen. Der Rock- und Heavy- Metal-Abend war schon mal ein gelungener Anfang.

Von Susanne Kanngieser

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